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Kerken
Bunte Kunst auf grauen Stromkästen in Kerken

Kerken: Bunte Kunst auf grauen Stromkästen in Kerken
"Sunny people" nennt Elke Lodenkämper ihr Bild. FOTO: MVO
Kerken. Da, wo die Strom-Versorgung für die Häuser geschaltet und verwaltet wird, sieht es oft trist und grau aus. Diese grauen Stromkästen kennt jeder von Spaziergängen oder vielleicht steht ja auch so ein "Ding" direkt vor der Haustür. Von Anke Kirking

Die Gemeinde Kerken hat, in Zusammenarbeit mit dem RWE, nun zum zweiten Mal die Bürger dazu aufgerufen, diese grauen Kästen nach eigenen Vorschlägen anzumalen. In diesem Jahr sind es 32 Stromkästen, die mit bunten Motiven verschönert werden.

Zum ersten Mal dabei ist der Stromkasten, der in Winternam direkt gegenüber vom Biohof Hilshof steht. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Sascha Sohn auch ein Motiv aus der Natur gewählt hat: "Hase in Wiese". Marion Jansen aus Nieukerk hat gleich zwei Stromkästen an der Gelderner Straße 48 ergattert. Hier hat sie die im Hintergrund wachsende Hecke direkt in ihr Bild einfließen lassen. So schaut aus der einen Hecke ein Männergesicht und vom anderen Stromkasten funkeln zwei Katzenaugen.

Zum Verweilen und Rätseln lädt Alexandra Pakulat ein. Ihr Stromkasten steht in Aldekerk auf der Wachtendonker Straße, Ecke Pannepad. In ihrem Wortsuchbild kann man die umliegenden Ortschaften finden, wie zum Beispiel Baersdonk. Auch in Eyll, an der Obereyller Straße Ecke Gilbersweg ist ein schmuckloser Stromkasten verschönert worden. Alexandra Bons scheint das nasse Element Wasser zu Mögen, denn sie hat einen Fisch gemalt. Wer sich alle Kunstwerke einmal anschauen möchte, kann dies in einer richtigen Fahrradtour machen.

Die Kerkener-Kunststrom-Tour, die schon im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde und bereits beachtliche 24 Kilometer lang ist, wird demnächst um die neuen Wege entlang der 32 neuen Stromkästen erweitert und der Karte der Route, die neu aufgelegt wird, hinzugefügt. Nicole Thissen von der Wirtschaftsförderung der Gemeinde Kerken ist von diesem Projekt ganz begeistert. Die Bürger haben wunderschöne Vorschläge eingereicht und die Zusammenarbeit mit dem RWE, das die benötigten Farben stellt, ist unkompliziert. Durch die schönen Kunstwerke sind die Stromkästen auch vor Vandalismus geschützt, denn wer beschmiert schon so ein schönes Kunstwerk?

Quelle: RP
 
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