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Kerken
"Gummiplatz" in der Warteschleife

Kerken: "Gummiplatz" in der Warteschleife
Noch ist nicht klar, ob der Bolzplatz durch den Tartanplatz ersetzt wird. FOTO: Sey
Kerken. Auf Bestreben der CDU wird der Kerkener Sportausschuss vor einer Entscheidung mit den Schulen sprechen. Von Dirk Möwius

Möglichst schnell Ersatz für den beliebten "Gummiplatz" in Aldekerk bauen, der der neuen Sporthalle weichen muss: Für SPD und BVK war es eine klare Sache. Sie hätten dem Vorschlag der Verwaltung, den Bolzplatz in der Freizeitanlage Ackermansfeld als Ersatzfläche zu nehmen und dort nicht nur einen Tartanplatz, sondern auch eine Laufbahn anzulegen, in der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sozialausschusses zugestimmt. Auch die Bürger aus dem Gebiet, die der Sitzung folgten, hofften auf diese Entscheidung. Den "Spielverderber" spielte jedoch Ulrich Neffe für die CDU-Fraktion. Man hätte das Thema in der Fraktion intensiv beraten und im Grundsatz drei Lager gehabt. Wäre am Dienstag wie geplant abgestimmt worden, hätte die CDU nur einem kleinen Kunststoff-Ersatzplatz ohne Laufbahn und den Erhalt des Bolzplatzes ihre Zustimmung gegeben. Nun dreht das Thema aber eine Warteschleife. Zum nächstmöglichen Termin will der Ausschuss sich mit den Schulen treffen, damit der Bedarf für diese Investition aus Sicht der Pädagogen deutlich gemacht wird.

Der Äußerung, da gehe doch nur um die Bundesjugendspiele, war zuvor vonseiten der Grundschulen vehement widersprochen worden. Zum Sportunterricht wolle man so oft wie möglich an die frischen Luft. Und es sei Aufgabe im Lehrplan, den Schülern Kompetenz auch im Bereich der Leichtathletik zu vermitteln. Nur die Leiterin der Gesamtschule äußerte sich verhalten. Mit Blick auf die Situation in Hüls diskutiere man in Kerken über "Luxusprobleme", sagte Regina Lingel-Moses. Bürgermeister Dirk Möcking versuchte noch viel Überzeugungsarbeit und erinnerte auch an den einstimmigen Ratsbeschluss, mit dem die Verwaltung beauftragt worden war, nach einem Alternativstandort für den "Gummiplatz" zu suchen. Zudem habe man doch auch 140.000 Euro im Haushalt dafür eingestellt. Am Ende musste er aber auch Neffe ("uns geht das zu schnell") Recht geben, dass das alles noch kein endgültiger Beschluss sei. Und alle Fraktionen stimmten zu, dass es nun besser sei, die aus Sicht der CDU benötigten Informationen gemeinsam abzurufen.

Unstrittig war zuvor gewesen, den SPD-Antrag auf eine Gesamtplanung für die Spielfläche Ackermansfeld gemeinsam mit dem von der BVK initiierten Suche nach einem Ersatz für den Gummiplatz zu behandeln. Die BVK folgte der SPD auch in dem Punkt, die von ihr geforderten Mittel für die Neugestaltung des Spielplatzes erst dann einzusetzen, wenn eine Lösung für den gesamten Bereich gefunden ist.

Quelle: RP
 
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