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Geldern
Lisa Hänsch schult Nachwuchsdetektive

Geldern. In der Ferienbetreuung an der Sankt-Luzia-Grundschule Walbeck durften die Kinder der prämierten Illustratorin über die Schulter schauen. Romanfigur Penny Pepper war Vorbild für die Spürnasen. Von Bianca Mokwa

Da juckt es dem Betrachter in den Fingern. Ein Hund ist gestohlen worden und ausgerechnet auf Omas Glas mit dem Gebiss sollen die Fingerabdrücke sein. "Der Entführer" schreibt Lisa Hänsch mit großen Buchstaben an die Tafel.

Die für ihre Illustration des Kinderbuchs "Penny Pepper - alles kein Problem" mit dem Criminale-Preis 2015 ausgezeichnete ehemalige Hartefelderin war in der Ganztagsferienbetreuung an der St.-Luzia-Grundschule in Walbeck zu Besuch. Gemeinsam mit den Kindern wollte sie den vertrackten Fall lösen, der zwar frei erfunden, aber Teil des Kinder-und Jugendbuches von Ulrike Rylance ist. Um ein bisschen davon zu erzählen, wie es zum gestohlenen Hund kam und wer so alles verdächtig ist, las sie am Morgen aus dem Buch über die Nachwuchsdetektivin Penny Pepper vor. Das war für Illustratorin Lisa Hänsch eine Premiere. Denn normalerweise übernahm bisher ihre Lektorin die Lesungen. Um das Vorlesen vor den Kinder der Ferienbetreuung fabelhaft zu meistern, holte sie sich Tipps von einem Profi, ihrem Vater Holger Hänsch. "Mein Papa ist beim Theater in Hartefeld", verrät die junge Illustratorin. Langsam, ordentlich sprechen und ab und zu übertreiben hatte er ihr als Rat mit auf den Weg gegeben. Während die Kinder es sich bäuchlings bequem machten, las Hänsch vor. "Ich glaube, es war gut", sagt die Vorleserin lachend, "fürs erste Mal." Sie erklärt den Kindern auch, wie sie die Figur Penny Pepper auf Papier zum Leben erweckt. "Lisa, hast du das auch gemalt?", wollte die siebenjährige Nikola wissen und zeigte auf den Einband. Lisa Hänsch nickt. "Schön", lautet das Urteil des Ferienkindes.

Danach ging es für die Kinder der Ferienbetreuung zum Detektiv-Workshop. Unterstützt von ihrer Mutter Bärbel Hänsch und begleitet von Gari, ihrem Straßenhund aus Griechenland, brachte Lisa Hänsch den Kindern bei, wie sie denn nun Fingerabdrücke abnehmen und identifizieren können. Für einen richtig guten Fingerabdruck wurde der Finger erst in ein bisschen Olivenöl getaucht und dann auf die Glasplatte gedrückt.

Das Ganze mit Babypuder bestäuben und wie durch Zauberhand erscheint ein individueller Fingerabdruck mit Rillen, Bögen, ähnlich eines Labyrinths. "Dann kann die Polizei wissen, wer der Täter war", weiß einer der kleinen Nachwuchsdetektive.

An Ideen mangelt es nicht. "Ihr könnt auch mal von eurer Nase einen Abdruck machen", schlägt Lisa Hänsch vor.

Bleiben konnte die Kinder- und Jugendbuchillustratorin aber nur einen Tag in ihrer alten Heimat. Bereits am nächsten Tag ging es zurück an ihren Schreibtisch in Köln. Neue Aufträge warten. Vielleicht auch Neues von Penny Pepper.

Quelle: RP
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