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Geldern
Öffnung an Heiligabend war laut Werbering kein Thema

Geldern. Verwundert reagiert der Werbering Geldern auf den offenen Brief der SPD in Sachen Öffnung an Heiligabend. Fraktionsvorsitzender Andreas van Bebber hatte den Werbering und seine Mitgliedsgeschäfte aufgefordert, an Heiligabend auf eine Ladenöffnung zu verzichten. Von Dirk Möwius

"Eine Geschäftsöffnung an diesem Sonntag war im Werbering nie ein Thema", betont Werbering-Vorsitzende Karla Leurs. Geschäftsführer Gerd Lange erläutert, dass das schon wegen der Gesetzeslage gar nicht möglich wäre, Geldern an diesem Tage verkaufsoffen zu machen: "Die meisten Geschäfte bleiben - abgesehen von ein paar Ausnahmen - geschlossen. Diese Ausnahmen definiert der Paragraf 5 des Ladenöffnungszeitengesetzes NRW: Er besagt, dass Geschäfte, die überwiegend Lebensmittel verkaufen, an diesem Tag bis zu drei Stunden und bis längstens 14 Uhr ihre Türen öffnen können. Auch Verkäufer von Weihnachtsbäumen profitieren von der Regel und dürfen ihre letzten Exemplare noch verkaufen. Außerdem dürfen Läden öffnen, die generell an Sonntagen geöffnet haben wie Bäcker, Blumen- und Zeitungsläden. Auch für sie gilt, dass um 14 Uhr Schluss sein muss."

Im Werbering Geldern wundert man sich daher über die ebenso emotional geführte wie rein theoretische Diskussion, ob denn die Werbering-Geschäfte geöffnet haben oder nicht. Die Frage stelle sich für weit mehr als 90 Prozent der Mitglieder überhaupt nicht. Der Werbering empfiehlt den Kunden, die langen Öffnungszeiten, insbesondere auch an den Einkaufssamstagen in der Vorweihnachtszeit sowie den Verkaufsoffenen Sonntag am 10. Dezember von 12 bis 17 Uhr zu nutzen. Lange: "Selbst am Samstag, 23. Dezember, haben die Geschäfte in unserer Innenstadt länger als sonst üblich geöffnet."

Ob und in welchem Umfange die Lebensmittelketten geöffnet haben, zeige ein Blick ins Internet. Danach haben einige Ketten beschlossen, am 24. Dezember geschlossen zu halten.

Das gelte dann aber nur für die nicht selbstständigen Händler. Die selbstständigen Kaufleute als Betreiber von Lebensmittelgeschäften können selbst darüber entscheiden, ob sie am Heiligabend verkaufen. Gerd Lange: "Allerdings scheinen auch bei ihnen viele in der Region mit Rücksicht auf die Mitarbeiter nicht öffnen zu wollen."

Quelle: RP
 
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