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Lokalsport
FC Aldekerk zieht erneut den Kürzeren

Lokalsport: FC Aldekerk zieht erneut den Kürzeren
Das Duell: Aldekerks Oliver Martens (links) gegen Wachtendonks Keeker Joshua Claringbold. FOTO: Gerhard Seybert
Gelderland. Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5: Im Spitzenspiel brachte der GSV Geldern dem bis dato ungeschlagenen TuS Fichte Lintfort mit 1:0 die erste Niederlage bei. In Aldekerk endete das Nachbarschaftsduell mit dem TSV Wa.-Wa. 0:3. Von Klaus Schopmans

Zwei Begegnungen standen im Fokus der hiesigen Bezirksligavereine. Im Spitzenspiel konnte sich der GSV Geldern gegen den schon weit entrückten Tabellenführer Fichte Lintfort durchsetzen, im Derby gewann der TSV Wachtendonk-Wankum bei den abstiegsbedrohten Aldekerkern.

GSV Geldern - TuS Fichte Lintfort 1:0 (0:0) Nach elf Spielen ohne Niederlage musste sich nun Spitzenreiter Fichte Lintfort erstmals in dieser Saison geschlagen geben. Ort des Geschehens war das Stadion am Holländer See in Geldern. Angesichts des starken Konkurrenzdrucks um den zweiten Aufstiegsplatz war dies ein ganz wichtiger Sieg für die Gelrianer.

Das entscheidende Tor in diesem Spitzenspiel fiel schon in der 14. Minute. Aus der Distanz köpfte Kai Rietz eine Hereingabe mit Wucht in die Maschen der Gäste. Der Spitzenreiter lief nun schon früh einem Rückstand hinterher, da waren die Abwehrreihen der Gastgeber natürlich gefordert. Die Defensivabteilung hatte dann auch einen guten Tag erwischt, nur eine gute Möglichkeit konnten die Gäste sich erarbeiten.

Die Heimelf spielte mit hohem Aufwand, gewann viele Zweikämpfe und ließ die Lintforter über die gesamten 90 Minuten nicht wie gewohnt ins Spiel kommen, auch dank eines hohen kämpferischen Einsatzes seitens des Verfolgers. Aber auch der GSV hatte nach der Führung nur noch wenige Möglichkeiten gegen die kompakte Gästeabwehr. "Es war ein Spiel der stärksten Abwehrreihen der Liga, da haben wir heute einen Tick besser bestanden, was uns am Ende den Erfolg beschert hat", meinte ein verständlicherweise zufriedener GSV-Trainer Peter Streutgens

FC Aldekerk - TSV Wachtendonk-Wankum 0:3 (0:1). Angetreten waren die beiden Teams in diesem Nachbarschaftsduell mit unterschiedlichen Zielen. Der Gastgeber wollte Boden im Tabellenkeller gut machen, die Gäste nicht den Anschluss an die oberen Tabellenplätze verlieren. Auf Sieg waren beide programmiert. Dass am Ende die Wachtendonker die Nase so deutlich vorne hatten, entspricht aber nicht dem Spielverlauf.

Es war jetzt nicht unbedingt Fußballfeinkost, die beide Teams auf dem Aldekerker Plastik-Untergrund boten, dafür war die Fehlerquote gerade bei den einfachen Bällen viel zu hoch. Dafür gab es, vor allem im zweiten Durchgang, so einige emotionale Szenen, die einem Derby gerecht wurden. In den ersten 55 Minuten waren es die Gäste, die spielbestimmend waren, sich aber am Ende zu wenige klare Möglichkeiten erspielten. Beim Führungstreffer von Sofiane Khaled leisteten die Aldekerker durch eine Unstimmigkeit in der Abwehr ungewollte Schützenhilfe. In der zweiten Hälfte kamen dann die Gastgeber besser ins Spiel, hatten nun die besseren offensiven Momente und waren dem Ausgleich nahe. Als Wachtendonks Tom Fleming in der 73. Minute die rot-gelbe Karte sah, war dies aber nur ein kurzes Überzahlspiel der Aldekerker. Nur drei Minuten später ließ sich der gerade eingewechselte Jimmy Alsters zu einem Schubser hinreißen, was ihm prompt die rote Karte einbrachte. Da war also binnen weniger Augenblicke alles wieder pari.

Aber die Heimelf blieb, vor allem mit einigen Standards, gefährlich. In den Schlussminuten versetzte der TSV Wa.-Wa. dann aber den Aldekerkern den "Knock-out": Kapitän Alexander Rasch in der 89. Minute und Mannschaftskollege Christian Galster in der Nachspielzeit erhöhten auf 3:0.

"Die beiden letzten Tore zählen für uns nicht. Wir hätten im ersten Durchgang höher führen müssen und hatten nach dem Wechsel das Glück, den Ausgleich nicht zu kassieren", meinte TSV- Coach Thomas von Kuczkowski. Aldekerks Trainer Marc Kerjes nach dem Schlusspfiff war enttäuscht: "Wir hatten nach der Pause mehr vom Spiel und hätten in dieser Phase den Ausgleich machen müssen."

Quelle: RP
 
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