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Handball
Neue Frauen-Power in Grün und Gelb

Handball: Neue Frauen-Power in Grün und Gelb
Die Handballerinnen des SV Straelen - hier Lena Linssen - haben sich im Regionalliga-Abstiegskampf noch längst nicht aufgegeben. Gegen Treudeutsch Lank sollen nach Möglichkeit morgen Abend die nächsten wichtigen Punkte her. FOTO: Seybert
Straelen. Nach Erfolgen in Meisterschaft und Pokal sind die Handballerinnen des SV Straelen im Regionalliga-Abstiegskampf wieder guter Dinge. Die Landesliga-Männer setzen gegen Spitzenreiter Rheydt auf eine deutliche Leistungssteigerung.

Regionalliga der Frauen: SV Straelen - TuS Treudeutsch Lank (So., 17.30 Uhr, Sporthalle Schulzentrum). So schnell kann's gehen. Ein überraschender, fast schon sensationeller Sieg - und schon scheint für die Grün-Gelben im Rennen um den Klassenerhalt wieder alles möglich zu sein. Erst recht, wenn man auf die zwei aus Königsdorf entführten Punkte einen locker und leicht herausgespielten Sieg im Viertelfinale um den Kreispokal folgen lässt. Der Gegner, der Landesligist von der Turnerschaft Grefrath, war für den SVS zwar kein wirklicher Gradmesser, trotzdem war das 37:14 ausgesprochen gut fürs Selbstvertrauen. Davon kann man nämlich nie genug haben.

Erst recht nicht, wenn der nächste Gegner Treudeutsch Lank heißt. Der TuS stellt eine Mannschaft, die an guten Tagen nahezu jeden Gegner der Liga schlagen kann - vor allem vor heimischer Kulisse. Der TV Strombach kann ein Lied davon singen. Größte Stärken der Mannschaft aus Meerbusch: Eine flexible Defensive, ein herausragendes Umschalt- und Tempospiel sowie Linkshänderin Birte Pitzen, die in den letzten drei Spielen sage und schreibe 29 Tore erzielte. Es gibt also reichlich zu tun, wenn die Grün-Gelben ihre Mini-Siegesserie ausbauen wollen. Dass sie das können, haben sie im Hinspiel gezeigt, das nach einem echten Handballkrimi mit 29:28 gewonnen werden konnte.

Ein Erfolg, der nach Wiederholung schreit. Zwei weitere Punkte könnten nämlich bedeuten, dass die Blumenstädter den Abstiegsplatz unerwartet schnell wieder verlassen. Dazu braucht es mindestens eine ähnlich gute und konzentrierte Leistung wie in der Vorwoche. Von der ganzen Mannschaft. Wenig technische Fehler und eine ordentliche Chancenverwertung wären zwei ganz große Schritte in die richtige Richtung.

Landesliga der Männer: SV Straelen - HSV Rheydt (Sa., 19.30 Uhr, Sporthalle Schulzentrum). Der Tabellendritte aus der Blumenstadt empfängt den punktgleichen Ligaprimus vom HSV Rheydt. Da kann wohl von einem Spitzenspiel gesprochen werden. Zu erwarten ist ein Duell auf Augenhöhe. Schon im Hinspiel schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Das wurde erst in der Schlussminute entschieden, endete mit 30:29 denkbar knapp zu Gunsten der Mannschaft aus Mönchengladbach. Ob die Grün-Gelben auch beim zweiten Aufeinandertreffen den Kürzeren ziehen werden, zeigt sich heute Abend in der Sporthalle am Straelener Schulzentrum.

Eins ist klar: Die Mannschaft von Dieter Pietralla wird sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich steigern müssen, wenn die Revanche gelingen soll. Straelener Fehler, die Lürrip das Siegen leicht machten, wird Rheydt mindestens ebenso konsequent bestrafen, denn: Wirkliche Schwächen sucht man beim HSV vergebens. Überdurchschnittlich gut ist Keeper Simon Werner. Dann wäre da noch eine Rückraumreihe, die aus allen Lagen feuert. Und in Michael Gogol ein treffsicherer Rechtshänder auf Rechtsaußen, der den SV Straelen vor wenigen Monaten fast im Alleingang abgeschossen hat. Es braucht also eine ebenso aggressive wie kompakte Deckung, um den Rheydter Angriffsschwung einigermaßen zu bremsen. Und in der Offensive weitaus mehr Disziplin. Vor allem im Abschluss. "Wir müssen den Ball schon in Richtung Tor bringen, damit der eine oder andere auch mal reingeht", erinnert sich SVS-Coach Dieter Pietralla mit Grausen an das Spiel in Lürrip.

Er weiß allerdings auch: Seine Grün-Gelben können es besser. Viel besser. Und das wollen sie heute Abend gegen den HSV Rheydt unbedingt zeigen.

(terh)
 
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