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Fußball
Wachtendonk geht auf dem Zahnfleisch

Gelderland. Fußball-Bezirksliga: In diesem Jahr ist die Elf noch ohne Sieg. Gegen den 1. FC Kleve II werden mehrere Schlüsselspieler fehlen. Sevelen und Broekhuysen mit schweren Gegnern. SV Walbeck mit "Sechs-Punkte-Spiel" gegen DJK Dilkrath. Von Christian Cadel

Nach dem überzeugenden 7:1-Sieg gegen Lintfort hätte der GSV Geldern nichts dagegen, wenn es auch in Bracht so weitergehen würde.

TSV Wa.-Wa. - 1. FC Kleve II (morgen, 15.15 Uhr). Noch ist der TSV in der Rückrunde ohne Sieg. Zwei Niederlagen und zwei Remis stehen im Jahr 2016 bisher zu Buche. Zuletzt ließ die Elf von Coach Wilfried Steeger Punkte beim Hülser SV liegen. Morgen empfangen die Wachtendonker die Klever Reserve, die am vorigen Sonntag mit Entschlossenheit einen 3:0-Sieg gegen Bracht feiern durfte. Viel wichtiger wird es für Steeger sein, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, denn die Personallage im ohnehin schon dünnen Kader hat sich um eine weitere Stufe verschlechtert.

"Die Lage ist langsam unübersichtlich. Mir werden wahrscheinlich vier Spieler fehlen", sagt der Trainer. Soll heißen: Marc Linssen, Lucien Maesmanns, Marco Härtner und Felix Luhr stehen morgen nicht zur Verfügung. Die Einsätze von Ali Aymirgen, Carlos Hurtado-Martinez und Steffen Scheike sind mehr als fraglich. "Obwohl wir nicht gut besetzt sind, werden wir alles geben. Wir wissen aber auch, dass Kleve eine gut besetzte Truppe ist, was die Aufgabe nicht leicht macht." Bereits im Hinspiel (1:2) musste Wachtendonk vor allem in der ersten Hälfte erfahren, wie schnell Kleve unterwegs sein kann. Deshalb wird die Steeger-Elf von Minute eins an konzentriert zu Werke gehen müssen, um nicht Gefahr zu laufen, einen frühen Rückstand zu kassieren.

SV Sevelen - VfL Tönisberg (morgen, 15 Uhr). Das Hinspiel war eine eindeutige Sache für den VfL. Mit einem 0:7 im Gepäck musste der SV Sevelen damals die Heimreise antreten. Nichts, aber auch gar nichts, lief beim Gastspiel zusammen, bei dem noch der ehemalige Sevelener Trainer Achim Apitzsch in der Verantwortung stand. Auch am vergangenen Spieltag präsentierte sich der SVS nicht besonders gut. Zwar gelang gegen Scherpenberg am Ende noch eine zehnminütige Aufholjagd, dennoch hatte Coach Stephan Lingen unmittelbar danach gesagt, dass seine Elf zu viel Respekt vor dem Tabellenzweiten gehabt und sich dies auch auf dem Platz gezeigt habe. Aufgrund der Tabellensituation dürfte der VfL nun für viele wieder wie eine riesige Bedrohung wirken. Aber Lingen schiebt dieser Vermutung gleich einen Riegel vor. "Wir haben den Jungs klar gemacht, dass man ein Spiel verlieren kann. Die Frage, die sich dabei immer stellt, ist, wie man verliert", sagt er.

Halbherzigkeit oder Mutlosigkeit seien keine Erfolgskonzepte. Da die Niederlage gegen Scherpenberg abgehakt ist, wollen die Sevelener sich morgen wieder auf die Leistungen konzentrieren, die sie in den vergangenen Wochen gezeigt haben. "Wenn wir alles abrufen, ist ein Pünktchen drin", sagt Lingen optimistisch. Markus Höttges, Martin Backus und Andre Leenen werden wohl nicht auflaufen können.

TSF Bracht - GSV Geldern (morgen, 15 Uhr). Peter Streutgens, Coach des GSV Geldern, hatte am vergangenen Sonntag allen Grund zur Freude. Mit 7:1 hatte sein Team Fichte Lintfort vom Platz gefegt. Auch Gelderns morgiger Gegner, die TSF Bracht, kamen beim 1. FC Kleve II unter die Räder. Vorzeichen, die Streutgens schmecken dürften. "Dennoch werde ich ein bisschen auf die Euphorie-Bremse treten müssen, damit die Jungs nicht zu locker an die Sache herangehen. Den Sieg gegen Fichte darf man nicht überbewerten", sagt der Trainer. "Wir müssen gegen Bracht einfach versuchen, an die Leistung aus dem Lintfort-Spiel anzuknüpfen."

Dass die TSF sich nicht ergeben, auch wenn sie jüngst eine Niederlage einstecken mussten, hat das Hinspiel gezeigt. Geldern musste damals in der Schlussminute noch den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. "Bracht scheint zwar nicht mehr so stark zu sein wie in der Hinrunde, dennoch müssen wir gegenhalten und auch über den Kampf kommen", fordert Streutgens, der wohl auf Deniz Gencer verzichten muss. Im Tor wird wahrscheinlich wieder Maik Röcke zum Einsatz kommen.

SV Walbeck - DJK Dilkrath (morgen, 15 Uhr). Mit dem morgigen Gegner DJK Dilkrath und dem Hülser SV am kommenden Donnerstag hat der SV Walbeck nun zwei Teams vor der Brust, die ebenfalls im unteren Tabellenfeld stehen. Deshalb ist die Devise für Walbecks Trainer klar: "Gegen unsere direkten Konkurrenten müssen wir punkten. Die Partie gegen Dilkrath ist quasi ein Sechs-Punkte-Spiel für uns." Dass die DJK aber durchaus zu bezwingen ist, hatte sich damals schon im Hinspiel gezeigt, auch wenn Walbeck am Ende doch unglücklich mit 2:3 verlor. "Damals haben wir gut gespielt. Leider haben wir den Sack nicht zugemacht", erinnert sich Schröers. Vielleicht klappt es ja morgen. Denn der Punktgewinn gegen Tabellenführer SV Schwafheim am vorigen Spieltag hat der Walbecker Elf Auftrieb gegeben. "Die Ordnung und die Disziplin stimmten. Daran müssen wir morgen anknüpfen", fordert der Coach. Zunächst sei es aber wichtig, "sicher ins Spiel zu finden", und bei sich ergebenen Räumen sofort zuzuschlagen. Mit den beiden Rückkehrern Michael Janßen und Phillip Pasch hat Schröers nun auch wieder mehr Alternativen für die Offensive.

Fichte Lintfort - Sportfreunde Broekhuysen (morgen, 15.15 Uhr). Das Remis gegen Waldniel hat den Sportfreunden gut getan. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung und dem Willen, das Ding zu wuppen, präsentierte sich die Elf von Spielertrainer Marc Kersjes auf Augenhöhe und schnupperte am Ende sogar am Sieg. Nur der unglückliche Ausgleich in den Schlussminuten verhinderte die Überraschung. Auch Kersjes war zufrieden. Allerdings macht der Coach auch gleich deutlich: "Ein gutes Spiel zu machen, heißt noch lange nicht, dass wir etwas erreicht haben. Wir sind aber auf einem guten Weg."

Morgen geht die Reise zu Fichte Lintfort, jenem Team, das vorigen Sonntag eine herbe 1:7-Klatsche gegen den GSV Geldern einstecken musste. Kersjes und seine Mitspieler sind dennoch gewarnt. "Vom Niveau her befinden sich Waldniel und Fichte auf Augenhöhe, allerdings sind die Lintforter oft wie eine Wundertüte. Sie können jeden schlagen, können aber auch gegen jede Mannschaft verlieren. Je länger wir das Spiel ausgeglichen halten können, desto besser für uns", sagt Kersjes, der motivierte Gastgeber erwartet. "Mit dem 1:7 war Fichte sicherlich nicht glücklich. Außerdem war es keine normale Niederlage. Ich glaube, dass Lintfort dementsprechend konzentriert und vielleicht auch aggressiv auflaufen wird. Davon dürfen wir uns aber nicht beeinflussen lassen." Wie es aussieht kann Kersjes mit der gleichen Elf starten wie gegen Waldniel.

Quelle: RP
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