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Goch
Bei Pflegern beliebt: Hildegardis-Haus

Goch: Bei Pflegern beliebt: Hildegardis-Haus
Alexander Noack vom Klinikverbund und Hausleiterin Angelika Well informierten die Mitglieder der Gocher Senioren-Union über die Baupläne fürs neue Hildegardis-Haus. Das Altenheim wird im Krankenhaus-Park komplett neu errichtet und künftig über die Kalbecker Straße erschlossen. FOTO: Markus van Offern
Goch. Serie Altenheime: Auch schon bevor der Neubau realisiert ist, ist das Pflegeheim im Gocher Krankenhaus als Arbeitsplatz beliebt. Ab 2019 wird es nur noch Einzelzimmer geben, vermutlich entsteht auch eine Tagespflege. Von Anja Settnik

Dass sich etwas am Hildegardishaus ändern musste, war schon vor Jahren klar. Das Pflegeheim, das in einem Teil des Gocher Wilhelm-Anton-Hospitals untergebracht ist, hatte eine Modernisierung nötig. Der Plan, in die frühere Liebfrauenkirche umzuziehen, die für diesen Zweck umgebaut werden sollte, zerschlug sich allerdings. "Dass diese Idee nicht realisiert werden konnte, bedauern alle, zumal das auch eine tolle Aufwertung für die Kalkarer Straße bedeutet hätte", merkte Wolfgang Pitz an, als er kürzlich mit seiner Senioren-Union im Hildegardishaus zu Gast war. Aber traurig sein müssen zumindest die unmittelbar Beteiligten nicht mehr, denn Alexander Noack, Geschäftsbereichsleiter der Senioreneinrichtungen der Katholischen Karl-Leisner-Pflegehilfe, konnte über einen Komplett-Neubau informieren (RP berichtete).

Im Park des Gocher Krankenhauses entsteht ein ganz neues Haus mit 63 Plätzen in Einzelzimmern. Zusätzlich können bis zu zwölf Menschen aufgenommen und versorgt werden, die auf Beatmung angewiesen sind. Sie benötigen eine Versorgung rund um die Uhr. Der Zugang zum Haus wird dann nicht mehr durch Krankenhausflure führen, was für das Lebensgefühl der Bewohner sicherlich angenehmer ist. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, für 2019 ist der Bezug geplant.

Dann wird der bisher genutzte Gebäudetrakt frei für eine andere Verwendung. Vorgesehen ist, eine Tagespflege aufzubauen. Das begrüßen die Mitglieder der Senioren-Union, die durch ihre Besuchs-Serie gute Einblicke in die Heime der Stadt haben, sehr. Denn immer mehr alte Menschen werden heute in häuslicher Umgebung gepflegt, die Angehörigen benötigen aber Entlastung. Zum einen durch mobile Pflegedienste, zum anderen sind aber auch Möglichkeiten willkommen, die oft dementen Senioren für einige Stunden am Tag Fachleuten anzuvertrauen.

Vor 35 Jahren wurde das Hildegardis-Haus eröffnet - damals natürlich nach dem üblichen Standard. Doppelzimmer im Bereich der Altenpflege sind nicht mehr erwünscht, alle Heime wurden in den vergangenen Jahren entsprechend umgestaltet oder sind noch mit dem Umbau befasst. Beinahe erstaunlich: Trotz der bisher nicht optimalen Räumlichkeiten scheinen sich die Mitarbeiter sehr wohl zu fühlen. "Mit der Mitarbeiterakquise haben wir überhaupt kein Problem. Allein im Jahr 2016 bekamen wir 24 Initiativbewerbungen, in diesem noch jungen Jahr 2017 schon 37", berichtet Hausleiterin Angelika Well. Die "Pflegeszene" sei gut vernetzt, wisse, wie in welcher Einrichtung gearbeitet werde. Dies hörten auch Pitz und seine Mitstreiter gern, denn klar sei ja, dass auch Bewohner und Besucher spürten, wo zufriedene Pflegekräfte agieren. Mit dem schönen Neubau, der Zufahrt von der Kalbecker Straße aus und weiteren Parkplätzen dürfte das Pflegeheim sich gut entwickeln.

Quelle: RP
 
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