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Goch
Gemeinsames Gewerbegebiet mit Weeze?

Goch. Die Moderatorin des Unternehmerabends, Andrea Franken, nannte es ein "Heimspiel für die Referentinnen". Für etwa 90 Minuten boten die Mediengestalterin Ilka Janhsen und die Journalistin und PR-Texterin Katrin Reinders im Hotel Litjes alles das, was man an Überlegungen vor dem öffentlichen Unternehmens-Auftritt anstellen sollte. "Tue Gutes und rede drüber", lautetet der Titel des Abends der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, 60 Gäste waren gekommen.

Zuvor hatte Ulrich Knickrehm die wirtschaftliche Entwicklung der einstigen Weberstadt als stabil bezeichnet, er erwarte weiterhin ein gutes Gewerbesteuer-Aufkommen und hoffe auf ein positives Haushaltsergebnis. Die Zahl der Unternehmen in der Stadt Goch sei in den letzten drei Jahren um "etwa 100" auf heute 2496 gestiegen. Einen kritischen Blick widmete Knickrehm dem geringen verfügbaren Einkommen der Gocher, das sich negativ auf die Kaufkraft, die Umsatz- und Einkommenssteuer auswirke. Von "außerordentlicher Wichtigkeit" sei die Vermarktung des Baugebietes Kaserne. Um mit dem Engpass bei den Gewerbeflächen zurecht zu kommen, wolle man die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Weeze intensivieren. Knickrehm denke an ein gemeinsames Gewerbegebiet unweit der Autobahn-Abfahrt Kevelaerer Straße - "auch, um den über die Kreis-WfG angebotenen Ansiedlungschancen in Größenordnungen von zehn und mehr Hektar gerecht werden zu können". Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers gratulierte den Gochern zu einem Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 6,3 Prozent oder 513 neue Anstellungsverhältnisse. Zur Stunde gebe es gleich zwei Anfragen - eine von einem Logistiker, eine von einem international tätigen produzierenden Betrieb - um die es zu kämpfen gelte. Kreisweit werde der Versuch unternommen, eine positive Standort-Entscheidung herbeizuführen.

Quelle: RP
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