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Goch-Nierswalde
"Landhaus" startet mit Fisch ins Frühjahr

Goch-Nierswalde: "Landhaus" startet mit Fisch ins Frühjahr
Vor dem Nierswalder Landhaus: Koch Jan Hollendung mit Sigrid und Richard Dittrich, von links. FOTO: Markus van offern
Goch-Nierswalde. In der Dorfmitte der Ortschaft sind das Hotel-Restaurant "Landhaus Nierswalde" und das Gästehaus "Alte Schule" gegenüber beliebte Adressen zum Speisen und Tagen geworden. Ehepaar Dittrich bietet jetzt wieder "Fischfestival". Von Anja Settnik

Sie kommen nicht aus der Gastronomie - beide nicht. Aber statt das als Manko anzusehen, erfahren sie eher die Chancen dieses Umstands. Denn Sigrid und Richard Dittrich wissen, wie man ein Unternehmen führt, können mit Personal umgehen, kennen sich mit Marketing aus. Und sie haben eine enge Verbindung zu Nierswalde, in dessen Herz ihr Hotel-Restaurant liegt. Auf einem der alten Fotos im Nebengebäude "Alte Schule" ist der Chef in schwarz-weiß als i-Dötzchen zu sehen. Gemeinsam hatte das Ehepaar, das auch heute noch im Dorf lebt, im Jahr 2007 dafür gesorgt, dass das "Landhaus" Gaststätte bleiben konnte. Und heute ist es eine richtig gute Adresse, in der sich Freunde guten Essens, Übernachtungsgäste und Seminarteilnehmer gleichermaßen wohl fühlen.

"Wir haben das Haus damals gekauft, es zwei Jahre quasi nebenbei selbst geführt und dann verpachtet. Aber das war keine gute Idee", erklärt Sigrid Dittrich. Als die Chance bestand, die damalige Pflegeschule, die in der alten Dorfschule gegenüber untergebracht war, zu erwerben, weil die Schule nach Kleve verlegt wurde, griffen die Nierswalder Unternehmer zu. Dem auch von innen nostalgisch wirkenden Gebäude ließen sie seinen alten Charme, der sich zum Beispiel in den hohen Fenstern und schlichten Bodenfliesen wiederfindet, statteten jedoch ein Klassenzimmer mit moderner Seminartechnik aus und richteten Fremdenzimmer ein. Im Hotel und im Gästehaus gibt es 30 Zimmer, die vielfach von Fahrradtouristen, aber auch für Tagungen gebucht werden. Erst arbeiten, dann gut speisen und sich über Nacht komfortabel ausruhen - das ist das Konzept.

Ein altes Klassenzimmer - umfunktioniert zum Seminarraum. FOTO: van Offern, Markus (mvo)

Wer einen der Landhaus-Flyer in die Hände bekommt - von Grafik-Designerin Sigrid Dittrich selbst gestaltet - erfährt, dass auch "Extras" wie Paddeln, Eselwandern, Entspannungsprogramme oder Kochkurse gerne organisiert werden. Über das Restaurant des Hauses spricht die Chefin gerne, denn sie ist stolz auf Küchenchef Jan Hollendung, der zu jeder Jahreszeit Leckeres zubereitet. "Klassisches Kochen mit modernen Einflüssen" umschreibt er seinen Stil, und das ist deutlich mehr als Hausmannskost. Gelernt in der "Ophover Mühle" in Wegberg, danach gearbeitet im "La Mairie" in Nettetal und im "Palace St. George" Mönchengladbach - gute Adressen, die die Gäste in Nierswalde "schmecken".

Gemeinsam mit zwei weiteren Köchen, zwei Azubis und einer Konditorin kommen nicht zuletzt die Sonderveranstaltungen wie jetzt das "Nierswalder Fischfestival" gut an: Am Freitag, 26. Februar, bieten Jan Hollendung und sein Team zum dritten Mal ein Fischbuffet mit fast allem, was Meer und Fluss zu bieten haben. Von Austern über Hummersuppe und Butterfisch-Carpaccio bis zu Gambas aus dem Wok reichen die Köstlichkeiten. Einige Plätze sind noch frei. An Ostern geht's gleich mit Fisch an Karfreitag, Spargel und festlichen Menüs weiter. Dank guter Kontakte (Dittrich ist selbst Jäger) gibt es im "Landhaus" übrigens das ganze Jahr über auch frisches Wild. Restaurantleiter Giuseppe Ramirez kann zu allen Gerichten - ob Fisch oder Fleisch - den passenden Wein empfehlen.

So gediegen das 50er-Jahre-Ensemble in der Dorfmitte wirkt: Dittrichs nutzen alles, was die Gegenwart der Branche bietet: zeitgemäße Werbung, soziale Medien, Buchungsportale. Vor allem aber: persönliche Betreuung, die auch diejenigen schätzen, die nur mal zum Frühstücksbuffet kommen.

Quelle: RP
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