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Grevenbroich
Alte Waldarbeiterhütte als Kunsthäuschen im Wald übergeben

Grevenbroich. Aus der schnöden Waldarbeiterhütte im Vorster Wald hat die Krefelder Künstlerin Monika Nelles das Kunstwerk "Geheime Gedanken" gemacht. Mehr als 100 Kunstfreunde waren jetzt bei der Einweihung dabei. Markus Albiez, Vorsitzender des Kunstvereins Nordkanal, der für die Umsetzung des Projekts gesorgt hatte, freute sich über die große Resonanz.

Und er lobte die Handwerker für die gute und preiswerte bis kostenlose Arbeit. Ralph Thoma hatte die Elektroarbeiten ausgeführt, Sabine und Thomas Nink waren die Maler, Ralph Icks hat sich um die gläserne Tür und die Fenster gekümmert, Helmut Drossard hatte der Hütte, die zuletzt "oben ohne" war, ein neues Dach spendiert. Um Statik und Ausschreibung hatte sich ehrenamtlich Karl-Heinz Nienhaus, gekümmert. Klaus Dieter Pruss vom Kunstverein Nordkanal lobte den Einsatz von Markus Albiez: "Du bist der Motor, der uns immer wieder aus unserer Trägheit herausreißt." Kulturdezernent Sebastian Semmler hob hervor: "Schön zu sehen, dass Kaarst so kunstinteressiert und so offen für Neues ist." Der Vorster Wald entwickele sich zu einem kleinen Märchenwald.

Etwas Märchenhaftes hat die pinkfarbene Hütte auf jeden Fall. Sie ist nicht betret-, wohl aber einsehbar. Dem Betrachter bieten sich durch die vielen Spiegel im Inneren der Hütte immer neue Perspektiven. Im Mittelpunkt steht ein Kronleuchter, den Monika Nelles aus unzähligen Eislöffeln zusammengefügt hat. Sie erzählte davon, wie die Hütte anfangs auf sie gewirkt hat: "So stolz, so bescheiden, so einfach - und ohne jegliche Funktion." Die Kritzeleien an den Wänden hätten sie inspiriert. Und die Künstlerin ermunterte die Besucher, zur Kreide zu greifen und schriftliche Botschaften zu hinterlassen - Botschaften, die der Regen im Laufe der Zeit wegspülen wird. Einige Begriffe wie "Ernte" oder "Süden" hatte sie bereits an die pinkfarbenen Wände geschrieben.

Das Innere bezeichnete sie als Inspirationsquelle: "Der Raum macht etwas mit Ihnen, ohne dass Sie Ihr Einverständnis gegeben haben, durch die vielen Spiegel werden Sie Teil der Installation." Markus Albiez wird auch künftig seiner Rolle als Motor des Kunstvereins gerecht werden: "Wir werden bald im rund zehn Quadratmeter großen Trafohäuschen am ehemaligen Vorster Sportplatz temporär Kunstwerke präsentieren." Die Bürgerstiftung Kaarst - mit Regine Kampermann und Maria Pannenbecker vertreten - wird zwei Bänke aufstellen.

(barni)
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