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Grevenbroich
Britische Klänge für Parade-Gäste

Grevenbroich: Britische Klänge für Parade-Gäste
Die "Band of the Grenadier Guards" unterhielt die auf die Parade wartenden Gäste mit britischen Märschen und Melodien aus James-Bond-Filmen. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Die "Band of the Grenadier Guards" sorgt für Kurzweil auf der Breite Straße.

Das Warten auf die Schützen wurde den Fest-Besuchern gestern von 25 Musikern aus Kapellen versüßt. Die "Band of the Grenadier Guards" zog mit britischen Militärmärschen und schottischen Konzertstücken über die Breite Straße. Vorneweg: Bandleader Michael Feuster mit der schweren Bärenfellmütze auf dem Kopf.

Die Kapellener haben sich vorgenommen, wie die Leibgarde der Queen aufzutreten und einen Hauch von Buckingham Palace auf die Schützen- und Musikfeste in der Region zu bringen. "Das ist bisher sehr gut angekommen", sagt Feuster. Am vorvergangenen Wochenende spielten die "Grenadier Guards" beim Fackelzug in Neuss, eine Woche zuvor waren sie in Düsseldorf zu Gast. "Die Resonanz auf unsere Auftritte war sehr positiv", resümiert Feuster zufrieden. "Es läuft."

Um die Wartezeit auf die Parade zu überbrücken, spielte die Band gestern traditionelle Stücke wie "The Standard of St. George March" oder ein Medley bekannter Melodien aus James-Bond-Filmen. "Wir haben mittlerweile ein großes Repertoire", sagt Feuster. "In der Regel sind es Märsche und Konzertstücke, die in unseren Gefilden eher unbekannt sind." Aber das sei auch Sinn der Sache: "Wir wollten halt etwas anderes machen." Die "Grenadier Guards" treten wie ihre Vorbilder auf. Der Unterschied: Statt roter tragen die Musiker blaue Uniformröcke - die Farbe der Kapellener Grenadiere. Weil vor allem die Bärenfellmütze mit mindestens 800 Euro eine kostspielige Angelegenheit ist, soll sie nach und nach Einzug in der Band halten. Ansonsten stimmt alles - bis hin zum britischen Drill, den die Kapelle pflegt. Das heißt: Zackiges Auftreten - und während des gesamten Auftritts bloß keine Miene verziehen.

Ihr Domizil hat die "Band of the Grenadier Guards" im Proberaum der Kapellener Schule, den die Musiker im Alter von 16 bis 50 Jahren in "St. Clemens Barracks" umgetauft haben. Dort sind Interessierte jederzeit willkommen - auch zum Mitspielen. "Wir wollen uns weiter vergrößern. Uns fehlen vor allem noch Holzbläser", sagt Michael Feuster. Gesucht werden etwa junge Leute, die in der Schule Klarinette oder Flöte erlernt haben.

Spaß gemacht hat den Musikern der gestrige Auftritt auf der Breite Straße. Ihr Wunsch: "Es wäre schön, das gesamte Grevenbroicher Schützenfest zu begleiten."

(wilp)
 
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