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Grevenbroich
Bürger im Flutgrabenviertel wollen mehr Licht

Grevenbroich. Bewohner des Flutgrabenviertels fordern eine Verbesserung der Straßenbeleuchtung. Mit dem Thema beschäftigte sich jetzt der Bauausschuss, ohne aber eine Entscheidung zu treffen.

"Seit Jahren beschweren sich Anlieger über die schlechte Ausleuchtung im Bereich Zumbuschstraße/Schweidweg/AmTackelgraben", schrieb Anwohner Peter Gies an Bürgermeister Klaus Krützen. Die Beleuchtung sei veraltet, die Abstände zwischen den Laternenmasten seien zu groß. "Für die Anwohner und Passanten besteht eine erhebliche Unfallgefahr", kritisiert Gies. Wie er erklärt Siegfried Keil (70), dass Passanten sich im Dunkeln dort unsicher fühlten.

Im Rathaus wurde eine Lösung gesucht. Beigeordneter Florian Herpel hat Verständnis für den Wunsch der Bürger. Die vorhandenen Lampen würden, wie die Verwaltung erklärte, durch GWG, Betreiber des Laternennetzes, auf LED umgerüstet. Zudem liege ein Angebot für die Ergänzung der Straßenbeleuchtung durch GWG vor. Fünf zusätzliche Straßenlaternen würden 8760 Euro kosten. Zusätzlich fallen jedes Jahr weitere 375 Euro Kosten sowie 150 Euro für die Energie an. Ein Großteil der Ausgaben für die neuen Laternen - 80 Prozent - müsste als Anliegerbeiträge umgelegt werden - rund 7000 Euro. Für ein 360 Quadratmeter großes Grundstück würde das voraussichtlich 121,68 Euro ausmachen. Eine Besonderheit: Fast dreiviertel der Anliegerbeiträge für die Leuchten müssten Wohnungsbaugesellschaften bezahlen. So hat der Bauverein Grevenbroich im Quartier etliche Häuser, ein Komplex befindet sich zurzeit im Bau. Die Stadt betonte, dass die Straßenbaubeiträge nicht im Rahmen einer Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umgelegt werden könnten.

Doch eine Entscheidung im Sinne der Bürger fiel noch nicht. Die Verwaltung soll zum Thema zunächst beim Bauverein eine Stellungnahme einholen. In den Zuschauerreihen löste das nicht gerade Zufriedenheit aus. "Ich bin enttäuscht, es gibt kein Ergebnis", sagte Keil.

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(cso-)
 
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