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Grevenbroich
CDU gegen Abbau von Stellplätzen

Grevenbroich. Wevelinghovener Union warnt vor "falschen Entscheidungen", um mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Neue Straße würde Ortsdurchfahrt entlasten.

Die Wevelinghovener CDU macht sich für den Erhalt der Stellplätze entlang von Post- und Oberstraße stark. "Eine Reduzierung des Parkplatzangebotes zu Lasten der Anwohner und Geschäftsleute sehen wir sehr kritisch - sie ist mit uns nicht ohne Weiteres zu machen", betont Ortsverbands-Chef Uwe Holl.

Am Donnerstag befasst sich der Bauausschuss mit der Frage, wie auf den teils schmalen Fußwegen in der Ortsdurchfahrt mehr Platz für Passanten geschaffen werden kann. Die Verwaltung schlägt zunächst einen Ortstermin vor. Auch Behindertenbeauftragter Christoph Meyer hatte Anfang des Jahres die schmalen Passagen an der Poststraße kritisiert. Eine Überlegung von ihm: Einige Stellplätze könnten entfallen.

Das sieht Holl anders: "Neben der Stadtmitte bietet Wevelinghoven als einziger Stadtteil so viele Einkaufsmöglichkeiten zentriert an einem Ort. Das darf nicht durch falsche verkehrspolitische Entscheidungen beeinträchtigt werden." Mehrere Händler hätten bereits in den vergangenen Jahren ihr Geschäft an der Poststraße geschlossen. "Als Begründung wurde uns vorrangig das mangelnde Parkplatzangebot genannt." Der Kunde erwarte, möglichst bis vor die Tür fahren zu können.

Die CDU sieht aber eine Möglichkeit, mehr Platz für Fußgänger zu schaffen und die Stellplätze beizubehalten: Ober- und Poststraße müssten durch den seit langem geforderten Lückenschluss der L 361n entlastet werden. Dann wäre es möglich, auf der Poststraße eine Einbahnstraße zu schaffen - "sowie Parkplätze auf der Fahrbahn auszuweisen und die Fußgängerwege in voller Breite den Passanten frei zu geben", erklärt Holl. Er verweist auf einen in den 1980er Jahren erstellten, nicht umgesetzten Rahmenplan für die Straße. Für die L 361n setzt Holl "große Hoffnungen" in den neuen Bürgermeister: "Die SPD-geführte Landesregierung hat den Lückenschluss von der Prioritätenliste gestrichen. Vielleicht ist es Klaus Krützen auf parteipolitischer Ebene möglich, die große Notlage vorzutragen und damit endlich Lösungen zu erzielen", sagt Uwe Holl.

(cso-)
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