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Grevenbroich
Dachstuhlbrand in Kapellen löst Großeinsatz aus

Grevenbroich. Mehrfamilienhaus an Friedrichstraße ist unbewohnbar.

Am Samstagvormittag hat es in einem Mehrfamilienhaus an der Friedrichstraße im Ortsteil Kapellen gebrannt. Das Dach ist nach Angaben der Feuerwehr einsturzgefährdet. Das Haus kann vorübergehend nicht bewohnt werden. Die Polizei hat das derzeit leerstehende Gebäude mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.

Wie die Feuerwehr Grevenbroich mitteilte, brach das Feuer gegen 10.30 Uhr nach Dachdeckerarbeiten aus. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Ein Einsatz im Inneren des Hauses galt als zu gefährlich, weil das Dach einsturzgefährdet ist.

Am frühen Nachmittag versuchten etwa 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Grevenbroich und Neuss, das Dach von außen zu öffnen, um das Feuer effektiv bekämpfen zu können, erklärte ein Sprecher. Dazu waren zwei Drehleitern im Einsatz, außerdem ein Teleskopmast.

Die Ursache ist noch ungeklärt. Doch liegt die Vermutung nahe, dass die Arbeiten der Dachdecker etwas damit zu tun gehabt haben könnten. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, hat die Polizei das Haus beschlagnahmt, am Montag werde die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufnehmen.

Auf derselben Straße wohnt auch Andreas Noethe. Er berichtete unsere Redaktion von dichten weißen Rauchschwaden, die zwischen den Ziegeln hervorquollen. Die Straße sei für die Löscharbeiten abgesperrt. Zahlreiche Anwohner verfolgten das Geschehen vom Fenster aus. Bei dem brennenden Objekt handelt es sich seiner Schilderung nach um ein Haus mit etwa sechs Mietparteien. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten.

Die Bewohner hatten sich schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Die meisten der durch das Feuer vorübergehend obdachlos gewordenen Menschen würden privat untergebracht, sagte die Polizei auf Anfrage. Sei das nicht möglich, springe die Stadt ein.

(pst/juha)
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