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Grevenbroich
Der "KultuSommer" war ein Erfolg

Grevenbroich. Auch Flüchtlinge nahmen am Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz teil. Von Christian Kandzorra

Bei Temperaturen um 25 Grad und Sonnenschein fiel Kultus-Betreiber Stefan Wehlings die Entscheidung leicht: "Wir haben den letzten Konzertabend unserer Reihe ,KultuSommer' kurzerhand nach draußen verlagert." Vom gemütlichen Wohnzimmer ging's jetzt erstmals auf den Platz vor dem Café Kultus, auf dem die Hanna-Fears-Band aus Köln und der Düsseldorfer Musiker "Zooey" ihr Publikum unterhielten. Rund 180 Zuhörer waren dabei, darunter auch einige der neuen Flüchtlinge, die erst seit wenigen Tagen in der Alten Feuerwache untergebracht sind.

Insgesamt besuchten die drei Konzertabende rund 300 Musik-Fans. "Ich kann ein sehr positives Fazit ziehen. Die Reihe werden wir nächstes Jahr sicher fortsetzen", sagte Stefan Wehlings, der sich zum Finale des "KultuSommers" insbesondere wegen der Flüchtlinge gerührt zeigte, die unbeschwert zur Musik tanzten. "Es freut mich sehr, dass wir ihnen vielleicht helfen konnten, ihre Probleme zumindest an einem Abend zu vergessen", sagt Wehlings.

Gezielt eingeladen wurden die Neuankömmlinge bereits im Vorfeld von der Grevenbroicher Initiative "Recht auf Spiel", die gerade jüngere Flüchtlinge mit dem Freizeitangebot in der Stadt vertraut machen möchte.

Doch das war nicht die einzige Besonderheit bei der Open-Air-Variante der Reihe "KultuSommer". Denn "Zooey" aus Düsseldorf begeisterte seine Zuhörer mit einem außergewöhnlichen Konzept, das etwas an ein Freilichtkino erinnert. "Zu jedem meiner Songs zeige ich einen Kurzfilm, der den Gesang stützen oder brechen soll", erzählte der 40-Jährige, der bereits zum zweiten Mal mit Klavier und Gitarre im Kultus spielte.

Sein Konzept kam an. "Es ist mal etwas ganz anderes", sagte Besucher Willi Kröning aus Grevenbroich, der selbst Musiker und Stammgast im Kultus ist. "Mein Ziel ist es, nicht in den klassischen, gewöhnlichen Strukturen eines Konzerts zu singen. Als Künstler muss man sich auch mal kreativ zeigen", betont "Zooey", der sich selbst als Fan des Cafés bezeichnet - "wegen der gemütlichen Atmosphäre".

Quelle: NGZ
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