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Grevenbroich
Evangelische Kirche: Zu wenig Kandidaten für Presbyteriumswahl

Grevenbroich. In der Rheinischen Landeskirche wird am Sonntag das oberste Leitungsorgan gewählt. Doch in der Evangelischen Gemeinde Grevenbroich fallen die Presbyteriumswahlen aus. "Wir haben nicht genug Interessierte finden können", sagt Pfarrerin Monika Ruge. Da es für zwölf Plätze nur zehn Kandidaten gibt, gelten diese nach der Kirchenordnung als gewählt - ein Gang zur Wahlurne ist damit nicht mehr erforderlich.

Pfarrerin Ruge hofft darauf, dass sich innerhalb der nächsten vier Jahre auch die restlichen beiden Presbyter finden werden. "Es gibt Gemeindemitglieder, die ihr grundsätzliches Interesse bekundet haben, sich zurzeit aber nicht zur Wahl stellen können - etwa weil die Kinder zu klein sind oder weil sie in einer anderen Stadt studieren."

In Grevenbroich kandidieren folgende Gemeindemitglieder für das Presbyterium: Barbara Gigowski, Bettina Bohles, Silvia Cremer, Birgit Schimkat-Tong, Sabine Zweckerl, Stefan Biegemeier, Walter Hoffmann, Harald Kummerow, Henning Walther und Tim Zottmann.

Im ersten Bezirk der Evangelischen Kirchengemeinde Wevelinghoven gibt es ausreichend Kandidaten. "Sieben Gemeindemitglieder haben sich für vier Presbyterstellen gemeldet", sagt Pfarrer Hans Hermann Moll: "Damit kann die Wahl stattfinden." Nach dem 10-Uhr-Gottesdienst in der Kirche am Hemmerdener Weg sind die Wahllokale von 11 bis 16 Uhr im Pastor-Dehnert-Haus in Wevelinghoven und im katholischen Pfarrbüro von St. Mauri in Hemmerden geöffnet.

Im ersten Bezirk - dazu gehört neben Wevelinghoven und Hemmerden auch Langwaden - kandidieren Gerhard Bories, David Strahl, Christel Hahn, Andrea König, Sylvia Reiß, Veronica Coenen und Walter Niehaus für das Presbyterium. Im zweiten Bezirk, zu dem Neukirchen und Kapellen zählen, verhält es sich ähnlich wie bei der Evangelischen Gemeinde Grevenbroich: Dort stehen mit Hubertus von Zehmen und Thomas Schmitter gerade einmal zwei Kandidaten zur Wahl.

"Es ist schon bedauerlich, dass - trotz der Reduzierung der Presbyteriumszeit auf vier Jahre - in einer Vielzahl von Gemeinden keine ordentlichen Wahlen stattfinden können", sagt Pfarrer Moll. Einen Grund dafür sieht er in der "ausufernden Arbeitswelt, die uns das Ehrenamt kaputt macht".

(wilp)
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