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Grevenbroich
FDP gegen Einbahnstraße in Wevelinghoven

Grevenbroich. Ratsmitglied Büttgenbach: CDU-Vorschlag ist hanebüchen, er belastet Anlieger und Geschäftsleute.

Die von der CDU Wevelinghoven formulierten Überlegungen zur Umwandlung der Poststraße in eine Einbahnstraße treffen auf Kritik der FDP. "Die Idee ist hanebüchen", sagt Ratsherr Steffen Büttgenbach: "Dieses Vorhaben werden wir - unabhängig von der Frage des Baus der Umgehungsstraße L 361n - nicht mittragen."

Die Verkehrssituation auf der Poststraße habe sich laut Büttgenbach nach der Herabsetzung des Tempolimits auf 30 km/h deutlich verbessert, so dass aus seiner Sicht kein Handlungsbedarf bestehe. "Es steht außer Frage, dass die Ortsdurchfahrt deutlich entlastet wird, wenn die L 361n umgesetzt wird", sagt das Ratsmitglied: "Dennoch ist das Vorhaben der CDU zu kurzfristig gedacht. Denn zum einen wird die Umgehungsstraße - wenn überhaupt - erst in vielen Jahren gebaut. Andererseits würde sich der Verkehr auch nicht so stark reduzieren, um aus der Poststraße eine Einbahnstraße zu machen." Eine solche Lösung sei zudem eine Belastung für Anwohner und Gewerbetreibende.

Die FDP warnt davor, die Barrierefreiheit der Poststraße in einen Topf mit anderen Fragen zu werfen. "Ich mahne zur Besonnenheit", sagt Büttgenbach: "Es geht darum, sich die entsprechenden Stellen objektiv und ideologiefrei anzuschauen und eine Lösung zu finden, die den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung gerecht wird und so viele Parkplätze wie möglich für Anlieger und Geschäftsleute erhält."

Der Bauausschuss hat einer Ortsbesichtigung in der Ortsdurchfahrt zugestimmt, um Lösungen für die teilweise sehr schmalen Bürgersteige auf Post- und Oberstraße zu finden. Die Stadtverwaltung hatte das Treffen mit Politikern, Geschäftsleuten und Behindertenbeauftragtem vorgeschlagen, ein Termin steht aber noch nicht fest.

Quelle: NGZ
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