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Grevenbroich
Fußgängerzone: Blumenladen rückt nach, einziger Waschsalon scheitert

Grevenbroich. Das Problem der vielen Geschäftsleerstände in der Fußgängerzone verlagert sich aktuell: Neue Geschäftsleute ziehen ein, dafür gibt es anderen Stellen Schließungen oder Umzüge. In das ehemaligen Tchibo-Geschäft an der Kölner Straße soll "Blumen Ambiente" aus Gustorf am 1. Oktober einziehen. Besitzerin Gabriele Wellenberg hat ein Repertoire vom kleinen Strauß bis zum großen Blumenhorn fürs Schützenfest. Von Gundhild Tillmanns

Schräg gegenüber eröffnet das Reisebüro Thomas Cook am 15. August an die Kölner Straße in dem bis dato leerstehende Ladenlokal. Dafür werden dann zwei große Flächen nebeneinander im Montanushof leergezogen. In das ehemalige Sonnenstudio am Synagogenplatz soll ein Büro einziehen. Sorgenkind bleiben nach wie vor die drei leerstehenden Läden an der Ecke Kölner Straße/Synagogenplatz. Die Schaufenster werden mittlerweile fürs wilde Plakatieren genutzt.

Eröffnung feierte gestern "CCC shoes& bags" in der Coens-Galerie. Eine nicht ganz so große Geschäftsfläche hat der polnische Schuhkonzern bereits im Juli in der Langenfelder City eröffnet - einer Stadt, die von der Größe und dem (Schuh)-Geschäftsbesatz mit Grevenbroich zu vergleichen ist. Da hat sich CCC bislang nicht als Verdrängungskonkurrenz zu altansässigen Schuhgeschäften herausgestellt, wie unsere Redaktion dort beobachtet.

Einen neuen Leerstand gibt es oberhalb von CCC, wo das Textilgeschäft P1/Spys zugemacht hat. Neu eingezogen ist vor Kurzem ein drittes Café in Folge, unmittelbar nebeneinander an der Kölner Straße. Das neue Café "Vintage" und die Eisdielen kommen sich aber nach Angaben der Betreiber "nicht in Quere". Angebote und Gäste seien unterschiedlich. Ihren Waschsalon hat Aynur Arslan neben ihrem Eiscafé "Zampolli" allerdings wieder aufgeben müssen: "Es hat sich nicht gelohnt. Nur an den Wochenenden sind einige Handwerker mit ihrer Wäsche gekommen. Davon kann man keinen Waschsalon halten", sagt sie. Das erst im Januar mit viel Hoffnung gestartete Projekt ist schon wieder Vergangenheit.

Gegenüber den vor allem bei schönem Wetter hoch frequentierten drei Cafés an der Kölner Straße bereitet allerdings der Leerstand der vormalige Zoohandlung Sorgen. "Viel Raum für Business", steht auf den Scheiben. Die beauftragte Immobilienfirma Schulte aus Grevenbroich bietet das gesamte Wohn- und Geschäftshaus auf ihrer Homepage zum Verkauf an, sucht im Auftrag des Eigentümers aber auch neue Geschäftsmieter. Es gebe einzelne Interessenten für die 225 Quadratmeter große Geschäftsfläche, die sich auch bei Bedarf in zwei Ladenlokale aufteilen lasse. Allerdings habe ein Interessent, nämlich eine Schlagzeugschule, aus Gründen der "Nachbarschaftsunverträglichkeit" abgelehnt werden müssen, heißt es aus der Immobilien-Firma.

Quelle: NGZ
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