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Grevenbroich
Grevenbroicher fordern Öffnung der Erftbrücke an Bad-Baustelle

Grevenbroich. Der Abriss und Neubau des Bades haben Folgen nicht nur für Schwimmer, sondern auch für Passanten: Seit 2014 sind die Fußgängerbrücke über die Erft am Parkplatz an der Karl-Oberbach-Straße und der folgende Weg an Haus Hartmann vorbei gesperrt - und dagegen regt sich jetzt Protest. "Ich werde immer wieder von älteren Leuten angesprochen. Sie möchten, dass die Brücke endlich wieder geöffnet wird", erklärt Maritta Pawlikowski. Die 79-Jährige wohnt am Torbogen neben Haus Hartmann. "Wer beispielsweise zur Sparkasse oder zur Coens-Galerie will, kam über die kleine Brücke viel schneller dorthin. Jetzt muss er den Umweg über die Schlossstraße durch den Torbogen nehmen", sagt die Grevenbroicherin. "Im Flutgraben-Viertel wohnen doch viele ältere Menschen, die mit Rollator oder Einkaufswägelchen unterwegs sind. Auf dem Kopfsteinpflaster auf der Schlossstraße ist das für sie nicht schön", schildert Maritta Pawlikowski. Von Carsten Sommerfeld

Auch der Elsener Hans Hammelstein weiß von "vielen Bürgern, für die die Schließung der Brücke ein Ärgernis ist". Sogar von einer Unterschriftenaktion sei bereits die Rede. "Die Bürger haben Verständnis für die Sperrung während des Bad-Abrisses, nicht aber während der zweijährigen Bauzeit."

Der frühere CDU-Ratsherr schrieb nun an Bürgermeisterin Ursula Kwasny, bittet um Prüfung, "ob der Sicherheitsbereich der Baustelle so abgesichert werden kann, dass die Fußgängerbrücke wieder passierbar wird". Es wäre erfreulich, so Hammelstein, wenn Ursula Kwasny bereits in der Ratssondersitzung am Donnerstag die Öffnung bekannt geben würde.

Damit können die Betroffenen aber nicht rechnen. "Der Weg ist auf Veranlassung des Bauherren, GWG Kommunal, gesperrt. Die Fläche gehört zum zu bebauenden Bereich. Die Sicherheitslage lässt es nicht zu, dass der Weg während der Bauzeit wieder geöffnet wird", erklärte Stadtsprecher Andreas Sterken gestern. Zurzeit haben auf der Bad-Baustelle die Archäologen das Sagen, der Weg ist von deren Arbeit nicht betroffen. Doch die bisherigen Arbeiten haben Spuren am Fußweg hinterlassen. Vor einer Aufhebung der Sperrung müsste zumindest ein Teil des Weges erst so hergerichtet werden, dass er wieder ohne Gefahr passierbar ist.

Quelle: NGZ
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