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Grevenbroich
Jugendliche zeigen modernen "Aladin"

Grevenbroich: Jugendliche zeigen modernen "Aladin"
Einmal als Schauspieler auf der Bühne stehen, in einem selbstverfassten Stück, ausgestattet mit professionellen Kostümen und in märchenhaften Kulissen - dieser Wunsch wurde jetzt für rund 30 Grevenbroicher Jugendliche wahr. FOTO: Gesamtschule
Grevenbroich. Grevenbroicher Teenager haben in der "kreativen Inszenierungsklasse" der städtischen Bühne in Mönchengladbach-Rheydt ein eigenes Tanz-Theaterstück erarbeitet und auch aufgeführt. Weitere Vorstellungen folgen in der Schlossstadt. Von Susanne Niemöhlmann

Vier Monate lang haben sie an den städtischen Bühnen Mönchengladbach-Rheydt/Krefeld Profis bei der Arbeit zusehen und Theaterluft schnuppern dürfen, dabei hautnah erleben können, wie eine Inszenierung erarbeitet wird. Zum Abschluss ihres Projektes, das durch den Kulturrucksack NRW gefördert wird, standen rund 30 Siebtklässler der Grevenbroicher Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule selbst auf der Studiobühne in Rheydt - mit einem eigenen Tanz-Theaterstück, einer modernisierten Fassung des Märchens "Aladin und die Wunderlampe", das derzeit auf dem Spielplan der Gemeinschaftsbühne steht. Eine beeindruckende Erfahrung für die Zwölf- bis 14-Jährigen, die den Kursus "Darstellen und Gestalten" (DUG) besuchen.

Als "kreative Inszenierungsklasse" durften die Mädchen und Jungen mit ihren Lehrern Teresa Viola und Tobias Johnen Proben zu "Aladin" und Theateraufführungen besuchen, nahmen an Workshops teil und führten intensive Gespräche mit den Künstlern.

Doch dabei blieb es nicht. Ihre frisch gewonnenen Theatererfahrungen konnten die Schüler an ihrem eigenen Stück selbst erproben. Zusammen mit der Theater- und Tanzpädagogin Silvia Behnke machten sie sich den Stoff zu eigen, übersetzten Teile der Erzählung in ihre Erfahrenswelt, so dass "eine sehr authentische Version" entstand, wie Christine Rellensmann, für die Pressearbeit der Schule zuständig, formuliert.

So trifft Aladin - oder Ali, wie er genannt werden will - der Verlust seines Handys hart. Doch eben dies ermöglicht ihm die Begegnung mit Dschinn, dem Handygeist. Dschinn sei Dank, wird Ali in den Orient versetzt, wo er sogleich dem Zauber der schönen Sultanstochter erliegt. Diese ist einem anderen versprochen, doch die Liebe ist stärker als die Tradition. Da der Sultan ein moderner und im Sinne Humboldts weltoffener Mann ist, steht er dem Glück seiner Tochter nicht länger im Weg und gibt der Liebe seinen Segen.

Eine gemeinsame Vorstellung ihrer eigenen Aladin-Variante "Der Dschinn aus...." auf der Studiobühne im Theater in Mönchengladbach-Rheydt vor Eltern und Lehrerkräften rundete das Paket ab: Farbenprächtige Bilder von den orientalischen Tanzeinlagen wechselten sich mit schmissigen Dialogen voller Witz und Charme ab, die die Darsteller sich selbst auf den Leib geschrieben hatten. Die malerischen und teils aufwendigen Kostüme aus dem Theaterfundus trugen ihren Teil dazu bei, das Publikum für die Dauer der Aufführung in den Orient zu entführen. Dabei ließ die Inszenierung den Spaß der Akteure ebenso erkennen wie die kreative und harte Arbeit, die investiert wurde. Allein in der letzten Woche vor dem Premierentermin war der DUG-Kursus täglich von 10 bis 18 Uhr zu Proben im Mönchengladbacher Theater. Belohnt wurde die Anstrengung mit herzlichem Applaus.

Damit sich auch die Schulgemeinschaft am Ergebnis der Projektarbeit erfreuen kann, sind für Januar und Februar weitere Aufführungen in der Aula der Schule an der Hans-Sachs-Straße geplant: Dann wird das Ensemble insgesamt für jede der drei Jahrgangsstufen eine eigene Vorstellung geben.

Quelle: NGZ
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