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Grevenbroich
Kein Geld für Brunnenreparatur

Grevenbroich: Kein Geld für Brunnenreparatur
Still ruht der Brunnen, nichts plätschert oder fließt. FOTO: lber
Grevenbroich. Trockenheit und Tristesse in Sachen Brunnen, so sieht es derzeit in der Fußgängerzone aus. "Sowohl der Löwenbrunnen als auch der Tierbrunnen führen kein Wasser. Das ist sehr schade", meint Angelika Schwedhelm aus Grevenbroich.

Sie ist verwundert, dass mitten im Hochsommer die Brunnenanlagen ausgeschaltet sind. "Gerade jetzt sitzen dort am Markt viele Menschen. "Und viele Kinder lieben diese Brunnen", sagt Schwedhelm.

Der Grund für die Wasserlosigkeit: An beiden Brunnen sind Wasserleitungen defekt. Das erklärt Stadtsprecherin Ines Hammelstein. "Der Wasserschaden ist unterirdisch. Irgendwo beim Zufluss ist ein Leck." Das sei vergleichbar mit einem Wasserrohrbruch in einem Privathaushalt. Nun müsse eruiert werden, wo der Schaden sei. Das Problem: "Die Leitungen verlaufen quer über den Marktplatz, der nicht einfach aufgerissen werden kann." Mit regelmäßigen Veranstaltungen, wie dem Wochenmarkt, Feierabendmarkt sowie dem City-Herbst wird das Areal als Fläche genutzt. Außerdem ist es eine Kostenfrage. Bekanntermaßen steckt die Stadt Grevenbroich im Haushaltskonsolidierungskonzept, rund um Brunnen sollen jährlich Ausgaben von 10.000 Euro eingespart werden. Den Brunnen zu erhalten, ist eine freiwillige Aufgabe. Zunächst ist nun versucht worden, mittels eines akustischen Verfahrens den Fehler im Rohrsystem zu ermitteln. Allerdings ergebnislos. Grund dafür könnten auch die vielen Nebengeräusche sein, die zu keinem Resultat führten - der Marktplatz ist bekanntermaßen sehr belebt. Im nächsten Schritt soll dieses akustische Verfahren zu einer "wesentlich ruhigeren Tageszeit" wiederholt werden. "Vor Herbstbeginn könnte der Marktplatz nicht aufgerissen werden", nach einer die Stadtkasse schonenden Alternative wird gesucht.

Angelika Schwedhelm hat bereits einen Lösungsvorschlag. "Wenn etwas defekt ist, könnte doch eine Brunnen-Initiative ins Leben gerufen werden." Dazu gibt es ein Vorbild: Vor wenigen Jahren hatten Bürger und der Kunstverein für die Restaurierung des von Bonifatius Stirnberg geschaffenen Tierbrunnens und der daneben aufgestellten Messingtiere gesorgt. 6000 Euro kostete die Aktion.

(cso-/von)
 
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