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Grevenbroich
Kinder auf Tuchfühlung mit süßen Küken

Grevenbroich. Viele Besucher lockte wieder der Tag der offenen Tür im Wissenschaftlichen Geflügelhof nach Sinsteden Unter dem Motto "Das Gelbe vom Ei - wir wollen mehr Wissen über Rassegeflügel" gab es ein umfangreiches Programm für Jung und Alt. Eine Premiere hatte der Brutkasten, in dem Küken beim Schlüpfen beobachtet werden können. Schon bald waren etliche Küken von Ostfriesischen Möwen und Westfälischen Totlegern ihren Eiern entschlüpft.

Mit dem Ansatz, mehr Wissen über das Rassegeflügel zu vermitteln, setzt der Wissenschaftliche Gefügelhof bereits ganz früh an. Die neue "Brutstation" wurde in Kooperation mit der im benachbarten Kreiskulturzentrum beheimateten "Lernwelt Sinsteden" entwickelt. Die Küken in den Händen zu halten, gehört inzwischen kaum noch zu den Alltagserfahrungen von Kindern. Die Bandbreite reichte von solch elementaren "Basics" bis hin zu Fachfragen, bei denen auch Experten auf ihre Kosten kamen: Inga Thiemann, wissenschaftliche Leiterin des Geflügelhofs, diskutierte mit einem erfahrenen Züchter die Gründe dafür, dass Legehennen der Schnabel gestutzt werden muss, da die Hennen ansonsten mit großem Verletzungsrisiko aufeinander losgehen. "Es ist eine genetisch bedingte Verhaltensstörung", sagt Inga Thiemann und stellt sich damit an die Seite der Rassegeflügelzüchter. Demgegenüber herrscht in der Geflügelwirtschaft der Standpunkt vor, dass der genetische Faktor nur einer unter vielen und keineswegs die einzige Ursache sei. Kurzvorträge informierten die Besucher über die Forschungsprojekte des Geflügelhofs.

(S.M.)
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