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Grevenbroich
"maxQ" soll im Sommer auch die letzten fünf Ogatas übernehmen

Grevenbroich. Die zehn Offenen Ganztagsgrundschulen in der Stadt sollen ab kommendem August komplett in der Hand eines Jugendhilfeträgers liegen. Der Rat hat nach Information unserer Zeitung beschlossen, dass das Unternehmen "maxQ/inab" ab Sommer auch die fünf Ogatas in Neukirchen, Kapellen, Hemmerden, Wevelinghoven und in der Südstadt mit rund 400 Jungen und Mädchen betreiben soll. Stadtsprecherin Ines Hammelstein bestätigt die hinter verschlossenen Türen gefallene Entscheidung, der Vertrag sei aber noch nicht unterzeichnet. Im August hatte "maxQ/inab" bereits die Offenen Ganztagsschulen an fünf Grundschulen - in der Stadtmitte, in Frimmersdorf/Neurath, Elsen, Noithausen und Gustorf - übernommen. Der Dienstleister betreibt bereits seit einigen Jahren die Ogatas in Erkelenz. Von Carsten Sommerfeld

"maxQ", der Name steht für "maximale Qualität", ist ein gemeinnütziges Bildungsunternehmen mit zwölf Standorten. Es betreibt unter anderem drei Zentren für Gesundheitsberufe, 20 Fachschulen und auch Offene Ganztagsgrundschulen. Die Übergabe, für die die Politik den Weg frei gemacht hat, ist Teil des Sanierungspaketes der Stadt. Sie will sich von den Ogatas trennne, um Geld und eigenes Personal zu sparen. Das Einsparziel für 2016: rund 428.000 Euro.

Die Kosten sollen unter anderem dadurch gesenkt werden, dass nicht mehr - wie unter städtischer Regie - alle Ogata-Mitarbeiter ausgebildete Erzieher sein müssen.

Bei der Ausschreibung für die zweite Etappe sollen drei Angebote eingereicht worden seien. Für die Entscheidungsfindung war ein Bewertungssystem entwickelt worden, bei dem die Qualität zu 70 Prozent und der Preis zu 30 Prozent den Ausschlag gaben. Ein Unterschied zur ersten Vergabe: Dem Unternehmen bleibt für die Vorbereitung bis zum Start mehr Zeit als damals, die Entscheidung war erst im Frühjahr 2015 gefallen.

Erster Beigeordneter Michael Heesch erklärte, dass "maxQ" aus Sicht der Stadt in Grevenbroich gute Arbeit leiste. Ab Ende Januar will die Grevenbroicher Stadtverwaltung bei einer Umfrage konkrete Erfahrungen der Beteiligten in den ersten fünf übergebenen Offenen Ganztagsgrundschulen sammeln. Dafür werden Fragebögen an Schulen, Eltern und Kinder verteilt.

Quelle: NGZ
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