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Grevenbroich
Petition soll Musikschul-Kürzung noch stoppen

Grevenbroich. Die Eltern-Schüler-Vertretung übergab jetzt 2320 Unterschriften an Bürgermeister Klaus Krützen. Von Anne Richter

2320 - das ist die Anzahl der Menschen, die die Petition der Eltern-Schüler-Vertretung 18+ der Musikschule Rhein-Kreis Neuss unterzeichnet haben. 1256 dieser Unterschriften kommen von Grevenbroichern. Die Petition zielt darauf, eine Kürzung des städtischen Beitrags für die Musikschule zu verhindern und das Musikschulangebot zu erhalten.

Jetzt übergaben Christa Löns und Ruth Bischoffs von der Eltern-Schüler-Vertretung eine prall gefüllte Mappe mit den Unterschriften und Kommentaren der Unterzeichner an Bürgermeister Klaus Krützen, der sie stellvertretend auch für die Ratsmitglieder entgegennahm. Des Weiteren überreichte Löns einen Brief an die Politiker, in dem sie nochmals ausführt, welche Leistungen die Musikschule erbringt und warum der ungekürzte Erhalt des Angebotes wichtig sei.

Unter anderem heißt es in dem Schreiben mit Blick auf die schon jetzt bestehende Warteliste von 170 Schülern: "Deren Eltern sind verbittert und enttäuscht, wie die Stadt Grevenbroich mit der Zukunft ihrer Kinder umgeht." Auch wird auf die Schüler aus sozial schwachen Familien verwiesen, die mit Sozial-ermäßigung oder Bildungsgutscheinen an Angeboten teilnehmen. Der Appell lautet hier: "Nehmen Sie diesen Kindern nicht ein Stück Normalität und Bildung!"

Krützen betonte in der etwa einstündigen Diskussion nach der Unterschriftenübergabe: "Beschlossen worden ist keine Deckelung auf 250.000 Euro - und das war es." Vielmehr gehe es bei der Entscheidung des Haupt-, Finanz- und Demografie-Ausschusses (HFDA) um Transparenz seitens des Kreises: "Die Mehrheit des Ausschusses hat den Kreis aufgefordert: Weise nach, wofür das Geld ist", so der Bürgermeister. "Ich hoffe, dass der Kreis liefert." Wenn die Zahlen nachvollziehbar seien, sei er sicher, dass der HFDA die Mittel freigeben wird, so Krützen.

Er warnte außerdem davor, "Dinge gegeneinander hochzurechnen und auszuspielen", da in der laufenden Diskussion etwa die Anschaffung der Unkrautvernichtungsmaschine in Zusammenhang mit den Mitteln für die Musikschule gesetzt wurde.

Christa Löns betonte: "Ich hoffe nach wie vor, dass wir zu einem positiven Kompromiss kommen." Die Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 8. Dezember, will sie als Zuhörerin verfolgen.

Quelle: NGZ
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