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Grevenbroich
Pokémons beim Fackelzug der Wevelinghovener Schützen

Der Fackelzug der Wevelinghovener Schützen 2016
Der Fackelzug der Wevelinghovener Schützen 2016 FOTO: Georg Salzburg
Wevelinghoven . Es ist immer schwierig, Schützen für den zeitaufwendigen Fackelbau zu begeistern. Umso glücklicher zeigte sich der Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven, als am Samstagabend zum Start des Festes gleich elf Großfackeln von den Schützen durch die Gartenstadt geschoben wurden.

Die Wevelinghovener zeigten sich wieder kreativ – und behandelten mit den beleuchteten Mottowagen aktuelle Themen wie das beliebte Smartphone-Spiel "Pokémon Go" oder das 90-jährige Bestehen der Hubertus-Schützen im Ort. Viele Hundert Anwohner verfolgten das abendliche Spektakel bei trockenem Wetter und applaudierten insbesondere für die Fackeln, in die die Schützen in den vergangenen Monaten besonders viel Arbeit investiert haben. "Manche Züge fangen bereits im Frühjahr an, ihre Fackeln zu bauen", erzählt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen.

Mit dem Fackelzug, an dem sich fast das ganze Regiment – das sind 900 Schützen – plus Familienmitglieder und die Spielleute für acht Musikblocks beteiligten, starteten die Wevelinghovener Schützen am Samstag offiziell in ihr Fest. Hervorgestochen ist bei dem eineinhalbstündigen Umzug vor allem die mit viel Liebe zum Detail gebaute Fackel der St.-Hubertus-Schützen, die 2016 ihr 90-Jähriges feiern. Sie schoben ein Mini-Festzelt durch den Ort, in dem gefeiert wird – mit DJ, Nebelmaschine, bunter Beleuchtung und vielen Gästen auf Miniatur-Sitzbänken. Zwei Fackeln widmeten die Schützen mit XXL-Figuren dem "Pokémon"-Hype; auf einer anderen ging Schützen-Oberst Peter Schrörs "ab wie eine Rakete". "Der Fackelzug ist deshalb ein besonderer Umzug, weil wir praktisch in die Nacht hineinziehen", erklärt Nikolai Dohlen.

Er weiß, dass es immer schwieriger wird, Schützen für den Fackelbau zu begeistern. Der Verein unterstütze diejenigen, die sich ans Basteln begeben wollen, deshalb vor allem mit Materialien wie Papier und Drähten, mit denen die Fackeln geformt werden. Außerdem werden die Fackeln von den Fackelbaumeistern befreundeter Vereine bewertet und prämiert – mit Geld vom BSV und den einzelnen Korps.

(cka)
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