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Grevenbroich
Politik für größere Fußgängerzone

Grevenbroich: Politik für größere Fußgängerzone
Der Steinweg soll in die Fußgängerzone einbezogen werden. FOTO: ati
Grevenbroich. Ausschüsse diskutierten über die Erweiterung um Steinweg und Oelgasse. Von Carsten Sommerfeld

Der Steinweg und die Oelgasse sollen Teil der Grevenbroicher Fußgängerzone werden. Dafür sprechen sich der Planungs- und der Bauausschuss nach einiger Diskussion aus, die CDU beantragte vor der Abstimmung noch eine Sitzungsunterbrechung.

Zum wiederholten Mal standen die beiden kleinen Innenstadt-Straßen auf der Tagesordnung. Die SPD-Fraktion hatte die Erweiterung der Fußgängerzone beantragt. SPD-Ratsherr Holger Holzgräber sieht dadurch die Möglichkeit für kleine Außengastronomiebereiche. Und er erhofft sich einen Anstoß dafür, dass auf dem Areal der ehemaligen Gaststätte "Zille" endlich etwas passiert. Das Haus verfällt zusehends. "Durch die Fußgängerzone wird sich dort nichts ändern", ist sich dagegen UWG-Fraktionschef Carl Windler sicher. "Durch die Erweiterung der Fußgängerzone wird nur öffentliches Geld verbrannt", kritisiert Windler. "Die Umsetzung kostet nicht viel", entgegnete Holzgräber. Windler befürchtet zudem, dass gehbehinderte Kunden nicht zum Sanitätshaus kommen.

Auch die CDU konnte sich nicht mit dem Antrag anfreunden. "Wir haben nichts gegen die Einbeziehung des Steinwegs, dies dient auch der geplanten Fußgängerachse zwischen Stadtpark und Schloss", erklärte Norbert Gand. Bedenken hat die Fraktion aber bei der Oelgasse. Der Verkehr werde dort bleiben, da beispielsweise die Autos beispielsweise zu den Tiefgaragen der erst kürzlich errichteten Wohnhäuser kommen müssten. Die Verwaltung sieht dafür explizit die Regelung vor, dass Bewohner und Anlieger zu den Stellplätze und Garagen fahren können.

Dirk Gawlinski (Grüne) hält eine Fußgängerzone trotz des verbleibenden Autoverkehrs für sinnvoll: "Der Unterschied zu heute ist doch, dass die Fußgänger dann Vorrang haben, die Autofahrer sich ihnen anpassen müssen." Vor der Abstimmung kündigte die CDU ihre Enthaltung an. Bei zwei Gegenstimmen stimmten die Mitglieder für die Erweiterung. Bevor neue Schilder aufgestellt werden, muss aber noch der Rat beschließen.

Quelle: NGZ
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