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Grevenbroich
Großer Fackelzug begeistert Zuschauer

So schön ist das Schützenfest in Grevenbroich 2015
So schön ist das Schützenfest in Grevenbroich 2015 FOTO: Berns, Lothar
Grevenbroich. Der Fackelzug war ein voller Erfolg. Die 14 kreativen Großfackeln beleuchteten das Lokalgeschehen äußerst liebe- und fantasievoll. Von Wiljo Piel

Da haben die Schützen aber wirklich Glück gehabt mit ihrem Fackelzug. Den ganzen Tag über jagte ein Schauer den anderen - doch am Abend, als sich das Regiment zum Auftakt-Umzug des Schützenfestes formierte, blieb es trocken. Und es war voll in der Stadt: Viele Besucher ließen sich von drohenden Regenwolken nicht abschrecken und säumten dicht gedrängt den Zugweg.

Die Fackel-Jury verlieh Platz zwei an den "Schlossbad-Maulwurf" der Jägerzüge Sankt Bernardus und Feucht Fröhlich. FOTO: Berns, Lothar (lber)

Sie bekamen einiges zu sehen: Neben drei Gastfackeln zogen die Grevenbroicher Brauchtumsfreunde elf eigene Großfackeln durch die City - damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. Ein klarer Verdienst des Teams um den Fackelbaubeauftragten Christoph Oberbach, der von den Schützen entsprechend gewürdigt wurde. "Der Oberbach für ohne Geld, den Fackelbau am Leben hält", reimten die Männer des Jägerzuges "Sankt Florian", die den ehemaligen Schützenkönig als unermüdlich schuftenden Minion darstellten.

Das gelbe Helferlein im Blaumann war gleich zwei Mal zu sehen: Der Grenadierzug "Erftgrafen" persiflierte damit die stockenden Arbeiten auf der Bad-Baustelle - und blickte tief in die Seele des Bauherrn Willi Peitz von GWG: "Peitze Willis größter Traum, dass Minions das Schlossbad pünktlich bau'n", war auf dem Transparent zu lesen.

Die toll gestalteten Minions machten den Besuchern jede Menge Freude. FOTO: Berns, Lothar (lber)

Überhaupt waren die archäologischen Grabungen im Schwimmbad das ganz große Thema, insgesamt beschäftigten sich fünf Großfackeln damit. Die Jägerzüge "Rösige Boschte" und "Mer stonn zesamme" vermuteten, dass die auf dem Badgelände entdeckten Holzpfosten zu Noahs Arche gehören. Und die "Noh'besch Jonge" regten an, aus der Not eine Tugend zu machen: "Balken standen, Bretter dran - fertig ist die Badewann'". Mit ihrem Riesen-Maulwurf klagten die Züge "Sankt Bernardus" und "Feucht Fröhlich": "Spaß im Schlossbad war einmal, jetzt sitzen wir im Grabungstal". Das Team "Sankt Sebastian" und "Jecke Boschte", das einen knallbunten Mandarinfisch präsentierte, schlug in die gleiche Kerbe: "Dem Fischlein fällt das Schwimmen schwer, denn es gibt kein Schlossbad mehr".

Den ersten Preis der Fackel-Jury holten sich die "Walzenbrüder", die Schützenkönig und Hydro-Mitarbeiter Victor Göbbels als Wikinger in einem superleichten Aluminium-Auto durch die Straßen zogen - und den Anhänger des Wagens mit dem Bild des beliebten Chefs Stefan Kästner schmückten, der im Juni in den Ruhestand ging. Aber es gab noch mehr zu gewinnen: Den von BSV-Präsident Peter Cremerius ausgelobten "Spottlicht"-Preis errangen die "Wasserfreunde" mit ihrem Seitenhieb auf das Innenstadtkonzept: "Laden leer - Bäcker her!"

Eine klare Ansage an die Kommunalpolitik war der überdimensionale Sandmann des Jägerzuges "Waldeslust": "Wenn unsere (GV-) Politik so weitermacht, sagt das Sandmännchen bald Gute Nacht", krittelten die Schützen.

Wer den Fackelzug verpasst hat: Morgen um 18 Uhr werden die großen Lichterwagen noch einmal durch die Stadt gezogen.

Quelle: NGZ
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