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Grevenbroich
Stadt: Eltern sind mit OGS zufrieden

Grevenbroich: Stadt: Eltern sind mit OGS zufrieden
Die Eltern sind mit der Betreuung ihrer Kinder in den Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) zufrieden. Das ergab eine Umfrage der Stadtverwaltung. Ein Teil der OGS wurde bereits privatisiert. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Ein Teil der Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) ist in Grevenbroich privatisiert worden. Bevor das Angebot im August komplett an den Jugendhilfeträger "max Q/inab" übergeben wird, hat die Stadt einen Zufriedenheits-Check gestartet. Von Julia Hagenacker

Wie zufrieden sind Kinder, Eltern und Schulen eigentlich mit dem Angebot des outgesourcten Offenen Ganztags? Das wollte die Stadtverwaltung wissen und hat an jenen fünf OGS-Standorten in der Stadtmitte, in Frimmersdorf/Neurath, Elsen, Noithausen und Gustorf, die im vergangenen Jahr vom Jugendhilfeträger "maxQ/inab" übernommen wurden, nach Mittagessen, Hausaufgabenzeit, Betreuungspersonen, Arbeitsgemeinschaften, Freizeit und Ferien gefragt. Die Ergebnisse wurden jetzt im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Heraus kam: Die Kinder sind in Vielem voll und ganz zufrieden, bei den Eltern sind es insgesamt etwa zwei Drittel - an einzelnen Standorten gibt es in einzelnen Bereichen Verbesserungsbedarf.

Der Aufwand für die Befragung war relativ groß. An fünf Schulleiter, 115 Lehrerinnen, 437 Eltern und 452 Kinder wurden Fragebögen ausgegeben. "Für jede Gruppe haben wir - ihrem Blickwinkel entsprechend - einen eigenen Bogen entwickelt", erklärt Fachbereichsleiterin Birgit Schikora. "Die Fragen an die Schüler wurden besonders kindgerecht formuliert. Dank der Unterstützung der Schulsozialarbeiterinnen aus dem Bereich ,Bildung und Teilhabe' konnten die Kinder von neutralen Personen befragt werden, die Eltern wurden persönlich angeschrieben. Der Rücklauf lag bei 91 beziehungsweise 49 Prozent."

Die Befragung, sagt die Verwaltung, soll die Qualität der Betreuung vor Ort förden. Denn: Alle zehn Offenen Ganztagsgrundschulen in Grevenbroich sind ab August nicht mehr in städtischer Hand. "maxQ/inab" wird auch die fünf Ogatas in Neukirchen, Kapellen, Hemmerden, Wevelinghoven und in der Südstadt betreiben. Im Dezember hatte der Stadtrat den Zuschlag für die zweite Vergaberunde an "maxQ/inab" erteilt.

Der zur Bfw-Unternehmensgruppe, einem Bildungsdienstleister mit 1700 Beschäftigten und Sitz in Erkrath, gehörende Jugendhilfeträger hat in der Kinderbetreuung in Erkelenz seit neun Jahren Erfahrungen. Der Name ,maxQ' stehe für Qualität, sagt Silvia Marienfeld, Geschäftsstellenleiterin in NRW. Und auf die, betont wiederum Schuldezernent Michael Heesch, wolle die Stadt in Bezug auf die nun aus der Hand gegebene Betreuung auch weiterhin unbedingt achten - auch, wenn selbstverständlich gespart werden muss.

Veränderungen beim Personal ließen sich trotzdem nicht vermeiden. Bedeutet: Dort, wo unter städtischem Dach ein staatlich geprüfter Erzieher - mit Unterstützung weiterer Fachkräfte - eine Gruppe betreut hat, ist der Erzieher bei "maxQ/inab" für zwei Gruppen zuständig. Ein Großteil des städtischen Personals habe der Träger übernehmen können, sagt Birgit Schikora. "Wir haben Teams, die zu hundert Prozent zu ,maxQ/inab' gewechselt sind, andere wiederum müssen sich erst zusammenfinden - das macht sich natürlich auch in der Arbeit und schlussendlich bei der Zufriedenheit der Kinder, Eltern und Schulen bemerkbar."

Die Ausgliederung der OGS-Betreuung ist Teil des bis 2024 terminierten Sanierungspaketes der Stadt. Mit dem Ablauf, heißt es, seien bislang beide Seiten sehr zufrieden. Im Herbst 2017 soll es eine zweite Befragungsrunde geben, dann mit allen zehn übertragenen Ogatas. Birgit Schikora ist vom Nutzen überzeugt: "Für die fünf jetzt befragten Schulen haben wir dann Vergleichswerte", sagt sie. "Und die 50-Prozent-Beteiligung der Eltern sagt auch viel aus, denn wir etwas zu meckern hat, macht im Zweifel auch bei einer Befragung mit."

Quelle: NGZ
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