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Grevenbroich
Stadt soll gemeinsam mit NRW-Kommunen einkaufen

Grevenbroich. SPD setzt sich für Mitgliedschaft der Stadt in einer Einkaufsgenossenschaft von NRW-Kommunen ein. Von Susanne Niemöhlmann

Die Stadt soll Mitglied der "KoPart" werden, einer Einkaufsgenossenschaft nordrhein-westfälischer Kommunen. Dafür hat sich die SPD-Ratsfraktion bei ihrer Klausurtagung ausgesprochen, ein entsprechender Antrag wird dem Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss am kommenden Donnerstag vorgelegt.

Auf der Suche nach Möglichkeiten, den städtischen Haushalt zu entlasten, waren die Sozialdemokraten auf die KoPart, eine Tochter des Städte- und Gemeindebundes gestoßen - die Abkürzung steht für "Kommunal und partnerschaftlich". "Wir wollen, dass die Stadt Grevenbroich Genossenschaftsanteile erwirbt", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Gerbrand, der auch Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW ist. Der Kostenpunkt: eine einmalige Einlage in Höhe von 750 Euro, die verzinst werden und der Stadt bei einem möglichen Wiederaustritt zurückerstattet würden, wie Gerbrand erklärt: "Die Mitgliedschaft wäre also kostenneutral."

Laut SPD würde die Genossenschaft im Auftrag der beteiligten Kommunen die Ausschreibung von Dienstleistungen und Produkten "vom Toilettenpapier bis zum Feuerwehrauto" übernehmen, so dass die Mitgliedsstädte und -gemeinden von erheblichen Rabattierungen profitieren könnten. "Das würde auch das Personal im Grevenbroicher Rathaus deutlich entlasten", meint Horst Gebrand: "Die Mitarbeiter müssten sich nicht mit den komplizierten Regelungen im Vergaberecht auseinandersetzen, die sich zudem häufig ändern."

Der Einkaufsgenossenschaft KoPart gehören bereits mehr als 90 Städte und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen an, darunter auch solche aus dem Rhein-Kreis Neuss, etwa die Städte Dormagen, Kaarst und Meerbusch.

In eine ähnliche Richtung zielt ein weiterer Antrag der Fraktion "Mein Grevenbroich". Sie schlägt vor, dass sich die Stadt mit anderen Kommunen aus dem Rhein-Kreis Neuss zu einer Einkaufs-Gemeinschaft zusammenschließen soll. Gemeinsam könnten etwa Fahrzeuge und Schutzkleidung für die Feuerwehr, aber auch Büro- und Kommunikationstechnik preiswerter erworben werden. Auch dieser Antrag wird am Donnerstag in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Demografieausschusses vorgelegt.

Quelle: NGZ
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