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Grevenbroich
Zwei Bands entführen in die Welt des Blues-Rocks

Grevenbroich: Zwei Bands entführen in die Welt des Blues-Rocks
"Rumble Willie and the mellow fellows" rocken im Kultus. FOTO: cka
Grevenbroich. Er ist ehrlich. Er ist handgemacht. Er ist aus dem Leben gegriffen. Und er ist rockig-laut: der Blues, den die Bands "They play the Blues" und "Rumble Willie and the mellow fellows" am Freitagabend auf die Bühne im Café Kultus brachten.

Rund 100 Grevenbroicher verfolgten das Blues-Spektakel, hinter dem die Initiative "GrevenBlues" um ihren Gründer Gregor Spengler (51) steckt.

Als Spengler vor eineinhalb Jahren erstmals eine Blues-Band in die Schlossstadt einlud, spielte die Gruppe im Hinterzimmer einer kleinen Wevelinghovener Kneipe vor nicht einmal 20 Besuchern. Am Freitag hingegen war das Café Kultus am Markt brechend voll. "Das hätte ich mir damals im Traum nicht vorstellen können. Aber die Initiative scheint gefruchtet zu haben. Schon zum zweiten Mal kommen so viele Menschen, um sich den Blues anzuhören", sagt Gregor Spengler. Er selbst kam vor einigen Jahren über den Hardrock auf den Blues-Geschmack und macht sich jetzt dafür stark, die Musikrichtung in Grevenbroich zu etablieren.

Und da ist er offenbar nicht der einzige: Spengler und die anderen Mitglieder der offenen Initiative lassen ihre Kontakte spielen und wollen auch in Zukunft wieder Bands in die Stadt holen, die es in Sachen Blues wirklich drauf haben. "They play the Blues" um Frontmann Willie Görgens aus Grevenbroich und "Rumble Willie and the mellow fellows" aus Erkelenz haben ihr Talent jedenfalls unter Beweis gestellt.

"Einige der Musiker kenne ich noch von einer anderen Blues-Veranstaltung, die vor zwei oder drei Jahren im Bistro von Richard Hütches am Bahnhof gespielt haben. Ich selbst bin Blues-Fan und bin durch Zufall auf die Konzerte im Kultus aufmerksam geworden. Unterm Strich finde ich sie sogar noch besser als damals im Kultus. Die Bandformationen haben sich sehr zum Positiven geändert", sagt Besucherin Petra Gerresheim (52) aus Gustorf, die mit ihren Freundinnen vor Ort war und die Auftritte der beiden Bands bis in die Nacht verfolgte. Sie fand die Veranstaltung so gut, dass sie sogar Eintritt dafür bezahlen würde. Gregor Spengler von den "GrevenBlues" will nicht ausschließen, dass dies beim nächsten Mal auch nötig sein wird: "Bei der Resonanz überlegen wir, ob wir auch einmal bekanntere Bands einladen, die nicht umsonst spielen."

(cka)
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