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Haan
Wirtschaftsförderer verlässt die Gartenstadt

Haan. Elmar Jünemann, Leiter der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung/Tourismus und Kultur in der Stadtverwaltung, verlässt die Stadt Haan zum Jahresende. "Nach elfeinhalb Jahren ist es Zeit für einen Wechsel", erklärte Jünemann. Wohin es gehe, wollte er noch nicht sagen. Nur so viel: "In eine Nachbarstadt." Ob die Hilden heißt, wo Wirtschaftsförderer Peter Heinze vor dem Wechsel nach Remscheid steht, ist nicht bekannt. Die Mitglieder des Unterausschusses für Organisation, Personal und Controlling müssen in ihrer Sitzung am 19. September darüber entscheiden, die Leitungsposition in der Stabsstelle gleich neu zu besetzen, obwohl eigentlich eine einjährige Wiederbesetzungssperre für die Stadt im Haushaltssicherungskonzept besteht. "Eine Vakanz auf dieser Stelle hätte zur Folge, dass Bestandsunternehmen nicht mehr adäquat betreut und der Wirtschaftsstandort Haan nicht in gewohnter Qualität nach außen dargestellt werden kann", heißt es in der Beratungsvorlage, die von "erheblichen negativen Folgen" warnt, wenn Aufgaben mangelhaft erledigt würden. Von Ralf Geraedts

Von der Stabsstelle werden Projekte angestoßen und koordiniert, die für die Stadt Haan wirtschaftlich und aus Sicht der Stadtentwicklung von großer Bedeutung sind. Die Vermarktung des Technologieparks oder auch die Entwicklung von Brachflächen und im Umbruch befindlicher Gewerbegebiete zählen dazu. Die Themenfelder Kultur und Tourismus leisten ihren Beitrag, Haan als attraktiven Wirtschaftsstandort und Lebensraum wahrzunehmen.

"Elmar Jünemann war nahezu einhellig unser Wunschkandidat", stellte der damalige Bürgermeister Knut vom Bovert Mitte 2006 den neuen Mitarbeiter der städtischen Wirtschaftsförderung vor. Auf die Ausschreibung hatten sich 220 Interessenten beworben. Die Wahl fiel schließlich auf den seinerzeit 28-jährigen Raumplaner aus Heiligenstadt (Thüringen). Jünemann verpflichtete sich, nebenbei ein einjähriges Fernstudium für Wirtschaftsförderung an der Fachhochschule Bielefeld zu absolvieren.

Damit ist Jünemann ein Beispiel für erfolgreiche Personalentwicklung. Denn: "Berufserfahrene Leute können wir nicht bezahlen", räumte vom Bovert damals unumwunden ein. Deshalb habe man sich für einen Berufsanfänger entschieden. Jünemann war bereits kurz für die Industrie- und Handelskammer Dortmund tätig (Schwerpunkt Stadtmarketing) und leitete ein Jahr ein Denkmalprojekt in seiner Heimatstadt.

Quelle: RP
 
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