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Hilden
Anstoßen auf 49 Jahre Angerfest

Hilden: Anstoßen auf 49 Jahre Angerfest
Nachbarn treffen und zusammen feiern, das ist das Prinzip des Angerfestes: Veronika Bohn, Frank Trimborn und Philipp Jüntgen stoßen mit Alt-Bier und Kölsch auf die gute Stimmung an. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Großen Spaß hatten die Besucher des Stadtteilfestes, das schon seit fast einem halben Jahrhundert Tradition hat. Von Sandra Grünwald

Die Bänke im Schatten der hohen Bäume werden immer voller. Party-Musik und so mancher Karnevals-Hit durchweben die Grünanlage am Anger und sorgen für gute Laune. Der Duft von Reibekuchen, Bratwurst und Steak macht Appetit.

Für die, die es nicht so herzhaft wollen, wartet der Kuchenstand mit selbst gebackenen Köstlichkeiten und natürlich dem legendären Erdbeerkuchen auf: Willis Erdbeerkuchen. "Willi war Bäcker- und Konditormeister und er war unser Ehrenpräsident", erzählt Michael Deprez, Präsident der KG Kniebachschiffer. Zwar wird der Tortenboden für diesen Erdbeerkuchen inzwischen gekauft, aber der Belag wird selbst gemacht. "Der Guss wird nach einem ganz bestimmten Rezept selbst zusammengerührt", betont Deprez. Da kommt nichts aus der Tüte. Nur so wird Willis Erdbeerkuchen daraus - eine schon legendäre Spezialität auf dem Angerfest.

Erdbeeren lassen sich aber auch noch auf eine andere Weise genießen, wie am Weinstand schnell deutlich wird - im Prosecco sind sie ein absoluter Renner, vor allem bei den sommerlichen Temperaturen, der Samstag den Gästen bot.

Das Angerfest, das die KG Kniebachschiffer für befreundete Vereine, aber auch für die Nachbarschaft im Süden von Hilden organisiert, hat lange Tradition. "Wir machen das seit 49 Jahren", weiß Michael Deprez. Im Anger angesiedelt wurde das Sommerfest der Karnevalsgesellschaft vor allem deshalb, weil die meisten Gründungsmitglieder in der Erikasiedlung lebten. "Es ist ein Familienfest und deshalb kommen auch die Leute aus der Nachbarschaft", sagt der Präsident. "Es ist das größte Vereinsfest seiner Art in Hilden."

Die Kinder lassen sich schminken, dürfen sich beim Dosenwerfen probieren oder in der knallroten Hüpfburg austoben. "Das macht total viel Spaß!", erklärt Marco Sannone begeistert. Der Sechsjährige ist aus der Hüpfburg nicht mehr herauszubekommen. Seine Mutter Maria ist mit ihrer Freundin zum Angerfest gekommen. "Ich war noch nie hier, aber es ist wirklich schön", sagt sie. "Ein grüner Flecken in der Stadt. Und für die Kinder ist es auch toll." Marco hat bereits Mithüpfer in der Hüpfburg gefunden, und Maria Sannone freut sich auf eine Tasse Kaffee. Peter Gerber dagegen visiert den Bierstand an. "Aber zuerst werde ich mir eine Currywurst gönnen", meint er. Er kommt gerne zum Angerfest. "Kumpels und Nachbarn treffen und zusammen feiern. Was gibt es bei dem Wetter Besseres?" In der Tat geht es beim Angerfest vor allem darum, mit Freunden Spaß zu haben. So erklärt Michael Deprez: "Das Programm ist: Feiern, feiern, feiern!"

Damit sich die Gäste wohlfühlen, übernehmen die Mitglieder des Tanzcorps den Service auf dem Platz, und für den Fall eines plötzlichen Wetterumschwungs steht schon ein Zelt bereit. Es ist also für alles gesorgt beim Angerfest - und dem Feiern steht nichts mehr im Wege.

Quelle: RP
 
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