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Auf Ein Wort Yorck-Peter Wolf
Gedenken und Mahnen

Hilden. In diesen Tagen gedenken wir der Ereignisse vor 70 Jahren. Kein Tag vergeht ohne Bilder aus den letzten Kriegstagen. Befreiung aus den Konzentrationslagern, stille Gedenkfeiern in Auschwitz, Buchenwald, Bergen-Belsen. Letzte Zeitzeugen berichten Erschreckendes, Unfassbares, Unmenschliches - unsere deutsche Geschichte. Jugendliche hören gebannt zu und fragen: Wie konnte all das geschehen? Wir gedenken der Gräueltaten des Nationalsozialismus und hören die Mahnung: " Nie wieder"!

Manche sehen heute wieder böse Geister aus der Vergangenheit auferstehen: Ausländerfeindlichkeit, wiederkehrende Parolen: Deutschland den Deutschen. Wie gut, dass diese Stimmen, heute keine Mehrheit mehr finden. Wie gut, dass Gegendemonstrationen für die Aufnahme von Fremden, Flüchtlingen, Schutzsuchenden hier bei uns stattfinden. Denn die Erinnerung an das Kriegsende ist auch die Erinnerung daran, dass Deutsche zu Hunderttausenden auf der Flucht waren und Schutz und ein neues Zuhause suchten. Und wären da nicht freundliche Nachbarn gewesen, die sie aufnahmen und unterstützten, wären viele umgekommen. Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verbietet jede Wiederholung von Fremdenhass und Rassismus. Das Gedenken bewahrt uns vor der Wiederholung und mahnt uns zum Frieden - seit 70 Jahren.

Seit 70 Jahren Frieden in Deutschland. Das ist nicht selbstverständlich, sondern das unablässige Bemühen derer, die gedenken und mahnen. Damit wir weiter in Frieden leben können, brauchen wir dieses Gedenken und Mahnen.

Quelle: RP
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