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Hilden
Lehrerin schreibt Fantasy-Trilogie

Hilden. Susanne Leuders ist gerne Pädagogin, aber in ihrer Freizeit nimmt sie an Schreibwettbewerben teil und ersinnt Romane. Von Ilka Platzek

Susanne Leuders ist offenbar sehr kreativ veranlagt: Die Hildener Grundschullehrerin, die an der städtischen Wilhelm-Hüls-Schule arbeitet, hat "schon als Teenie geschrieben", wie sie erzählt. Kurze Prosatexte und Lyrik für ihre jeweiligen Bands, mit denen sie als Leadsängerin Musik machte. Seit einigen Jahren nimmt sie an Schreibwettbewerben teil.

Zur Romanautorin wurde sie aber erst während eines Auslandsaufenthalts. Das war 2011.

"Mein Mann war nach Belgien versetzt worden und ich fand dort so schnell keinen Job an einer deutschen Schule und auch keine neue Band." Ihr unfreiwilliges Sabbatjahr nutzte sie, um sich einen langgehegten Wunsch zu erfüllen: "Ich wollte einen Roman schreiben, eine Liebesgeschichte." Tatsächlich wurde es eine dreibändige Fantasy-Geschichte für Jugendliche und junge Erwachsene, die "Etenya Saga". Das kam so: "Ich habe mit den Namen angefangen und bin bei der Suche im indianischen Sprachraum fündig geworden. Lenno finde ich toll." So heißt jetzt der männliche Protagonist. Die rund 1000 Seiten der Trilogie entstanden in Belgien.

Probeleser waren zunächst "Mutter und Schwiegermutter" sowie ihre Freundin und ehemalige Nachbarin Kerstin Becker. Die sagt über sich selbst, dass sie eigentlich am liebsten Sachbücher liest, "aber Susannes Kurzgeschichten und die Trilogie habe ich gerne gelesen". Beim ersten Band hat sie viele Varianten gelesen und "miterlebt, wie sich der Anfang immer wieder verändert hat. Das war schon spannend." Sie mag die Liebesgeschichte zwischen der 17-jährigen Olivia und ihrem Lenno "weil mich das an meine eigene Jugend und die erste große Liebe erinnert hat".

So geht es anscheinend vielen Leserinnen. Susanne Leuders hat zumindest festgestellt, dass Frauen jedes Alters ihre Trilogie mögen. Männliche Leser sind in der Minderheit.

In der Vorbereitung ihres Romans las sie etwas über indianische Mythologie, "über die Hopi-Indianer" und machte sich dann ans Werk. Die Geschichte: Es geht um eine Prophezeiung, die besagt, dass Etenya von einer Ersehnten durch ihren Gesang gerettet werden soll. Sie spielt in zwei Welten, der realen und einer fantastischen. Ihre Vorbilder: Harry Potter und Twilight. Leuders hatte allerdings kein fertiges Exposé in der Schublade wie Joan K. Rowling, die Potter-Autorin, sondern "schrieb einfach drauf los". Ihr Stil: eher wenig Beschreibung und viele Dialoge.

Leuders veröffentlichte ihren Roman zunächst online auf einer Plattform für Autoren ohne Verlag unter www.bookrix.de Dort ermunterte man sie, sich einen Verlag zu suchen. Es wurde Le Gato in Hamburg. Die Bücher verkaufen sich am besten als preiswerte E-Bücher auf Amazon. Die Druckauflage von 1000 Exemplaren ist noch nicht verkauft, wohl auch, weil kaum dafür geworben wurde. Leuders, die seit 2013 mit ihrer Familie und Kater Kimba in Hilden lebt, ist das offenbar nicht so wichtig, sie lebt ja nicht davon.

Im Oktober erscheint bereits ihr nächstes Buch, ein Jugend-Thriller mit dem Titel "Game over", wie der Verlag Le Gato ankündigt.

Quelle: RP
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