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Die Woche in Hilden
SPD stimmt gegen Alkenings

Hilden. Es ist selten, dass sich die SPD-Bürgermeisterin und ihre Fraktion im Stadtrat nicht einig sind. Doch im letzten Stadtentwicklungsausschuss kam es zu einer solchen Uneinigkeit. Es ging um die Neubebauung an der Beethovenstraße.

Die SPD wollte mit einem Antrag erreichen, dass die Höhe für den Neubau vier Geschosse nicht übersteigt. Zudem wollte sie eine gestalterische Festsetzung für die Fassade erreichen. Eigentümer und Investor gehen aber von vier Geschossen plus Dachgeschoss aus, was an der Stelle erlaubt und möglich wäre. Sollte sich die Stadt dem verweigern, kämen womöglich hohe Forderungen auf sie zu.

Man könnte auch von einer Enteignung durch die Hintertür sprechen, die sich die Bauherren kaum gefallen lassen würden. Die Bürgermeisterin informierte entsprechend und warnte davor, dem Antrag zuzustimmen. Dieser Warnung kamen auch alle im Ausschuss nach - bis auf SPD und Bürgeraktion, die sich dem Antrag angeschlossen hatte. Hätte die CDU sich ebenfalls verweigert, hätten SPD und Bürgermeisterin jetzt ein Problem. Bleibt die Frage, was die Genossen erreichen wollten.

Auch ihnen muss klar gewesen sein, dass ihr Wunsch gegen geltendes Recht verstößt. Wollten sie sich plakativ auf die Seite der Anwohner stellen, die Einspruch gegen die Größe der Neubebauung eingelegt hatten?

goekcen.stenzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
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