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Hilden
Sprachzertifikat öffnet Hildenern die Tür zu englischen Hochschulen

Hilden. Die angehenden "Bonni"-Abiturienten haben die CAE-Prüfung und damit die schwerste Schülerqualifikation bestanden. Von Ilka Platzek

Gestern traten 12 Schüler des Dietrich-Bonhoeffer Gymnasiums zur feierlichen Urkundenverleihung an. Lehrerin und Kursleiterin Marlis Schlichting übernahm diese Aufgabe und rief einen Schüler nach dem anderen namentlich auf: "Ich bin stolz auf euch", wandte sie sich an die Schüler. "Obwohl ihr in der Abiturvorbereitung steckt, habt ihr auch noch für das Cambridge-Zertifikat gelernt und seid an einem Samstagmorgen zur schriftlichen Prüfung angetreten."

Die frisch gebackenen Sprachzertifikat-Inhaber freuen sich über ihren Erfolg. Schließlich haben sie, nach dem regulären Unterricht, fleißig gelernt für die Prüfung. Unzählige Stunden Pauken von Vokabeln liegen hinter den Schülern - all der Aufwand, um schließlich das ersehnte Zertifikat CAE (Cambridge Advanced English) in der Hand zu halten. Marlis Schlichting hat die Schüler seit Herbst unterrichtet: "Wir hatten insgesamt etwa 15 AG-Stunden", schätzt sie. Die Hauptarbeit findet zu Hause statt. Die eigentliche Prüfung besteht aus vier Teilen: Lesen, Grammatik, Schreiben und Hören. Unter anderen müssen sich die Schüler nicht nur mit gebürtigen Briten, sondern auch mit Sprechern mit unangenehmen Akzenten, etwa Indern, unterhalten und diese verstehen. 12 Schülern ist das gelungen. Sie haben jetzt die schwerste Qualifikation, das weltweit geltende Zertifikat C1, bestanden.

Eine der Schülerinnen, Nadja Soldat (17) , hat sogar ein so gutes Ergebnis erzielt, dass sie damit sofort ein Studium an einer englischen Universität aufnehmen könnte. "Ich habe das erstmal nur für mich gemacht", sagt die Einser-Schülerin bescheiden. Ob sie im Ausland studien will, weiß sie noch nicht. Als mögliches Studienfach gibt sie Jura an, oder "englische Literatur, um dann eine akademische Karriere zu machen". Nadja liegen Sprachen. Neben Deutsch und Englisch lernt sie auch Latein und Spanisch an der Schule.

Aarawi Santhakumar (17) spricht neben Deutsch, Englisch und "Schul-Französisch" noch eine Sprache: Tamil. Die junge Frau stammt aus Sri Lanka und will auf jeden Fall "Medizin studieren und vielleicht ein Auslandssemester in England verbringen." Für das CAE-Zertifikat hat sie an der Schule "während der Mittagspause mit einer Freundin für die mündliche Zertifikat-Prüfung geübt.

Mitschüler Christoph Werner wollte sein "Englisch verbessern und das hat auch geklappt. Ich will nämlich Fluglotse werden und da braucht man natürlich Englisch." Ersatzweise kann er sich aber auch vorstellen "Mathe und Physik auf Lehramt zu studieren". Englisch findet er sehr wichtig, denn im Internet sei alles auf Englisch, was ihn interessiere.

Mitschülerin Lisa (19) gibt ihm Recht und ergänzt: "Ich lese gerne Bücher auf Englisch, schaue Filme im Original. Außerdem kommt man mit Englisch im Ausland besser zurecht. Das gibt einem mehr Selbstständigkeit", glaubt sie. Lisa kam nach der Realschule aufs Bonni und überlegt noch, was nach dem Abitur kommen soll: "Irgendein Studium."

Quelle: RP
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