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Hückelhoven
Computer bauen statt faulenzen

Hückelhoven: Computer bauen statt faulenzen
Jannick Esser aus der 8. Klasse des Cornelius-Burgh-Gymnasiums Erkelenz stellt bei der Abschlusspräsentation der Camp-Teilnehmer sein IT-Projekt vor. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. 30 Schüler aus Erkelenz, Wassenberg und Übach-Palenberg haben die Ferien gut genutzt und nahmen am "Root Camp" des ZDI-Netzwerkes, der Regio IT und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft teil. Von Anke Backhaus

Das Mainboard ist so etwas wie das Herzstück eines Computers, das Netzteil braucht man wegen der Stromversorgung und dann gibt es auch jede Menge Software, die im täglichen Umgang mit den Geräten nützlich ist. So weit, so gut. Man muss es aber auch alles richtig anwenden können. Schüler der beiden Erkelenzer Gymnasien (Cornelius Burgh und Cusanus), der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg und des Carolus-Magnus-Gymnasiums Übach-Palenberg haben die Osterferien gut genutzt. Sie waren Teilnehmer des "Root Camps", das das ZDI-Netzwerk Aachen (Zukunft durch Innovation), die Regio IT Aachen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg nun angeboten haben.

Das Ziel lautete, die Ferien mal anders zu verbringen, dabei einen eigenen Computer zusammenbauen, die HTML-Programmierung lernen, mit echter Bürosoftware arbeiten und sogleich auch einen Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten. 30 Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 nahmen teil. Das Programm des "Root Camps" hatte Regio IT-Ausbildungsleiter Stephan von Helden konzipiert. "Wir müssen Begeisterung für technische Berufe entwickeln", so von Helden. In der Tat: Wegen des Fachkräftemangels brauchen die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eine größere Lobby, ist sich nicht nur Stephan von Helden sicher.

Im "Root Camp" erwartete die Schüler ein in alle Einzelteile zerlegter Computer. Dafür hatten Mitarbeiter der Regio IT gesorgt. Die Aufgabe für die Schüler: Das Ding wieder zusammenbauen und zum Laufen bringen. Während ein Teil der Schülergruppe das Innenleben eines Rechners zumindest schon mal gesehen hatte, betrat der andere Teil interessiert Neuland. Nachdem schließlich die Hardware stand, galt es, ein Betriebssystem und vier weitere Features zu installieren. Caroline, 14 Jahre jung, sagte dazu: "Das machte richtig Spaß." Zum guten Schluss haben die Schüler auch gelernt, wie man eine Homepage gestaltet.

Die Ergebnisse ihrer "Root Camp"-Woche haben die Schüler im Gründer- und Servicezentrum Hückelhoven präsentiert.

Zu den aufmerksamen Zuhörern gehörte dabei auch Axel Wahlen, der stellvertretende Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg. Er sagte: "Ich hoffe, dass sich möglichst viele Unternehmen im Kreis Heinsberg für vergleichbare kleine und große Projekte begeistern lassen."

Quelle: RP
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