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Hückelhoven
Wie Vielfalt verbindend wirkt

Hückelhoven: Wie Vielfalt verbindend wirkt
Präsentieren die Interkulturelle Woche (v.l.): Nailya Khaertdinova, Birgit Fluhr-Leithoff, Ingo Rümke, Landrat Stephan Pusch, Andrea Kardis und Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen. FOTO: Anke Backhaus
Hückelhoven. Es ist wieder Zeit für die Interkulturelle Woche. Vom 23. bis 30. September lautet das Motto "Vielfalt verbindet!". Landrat Stephan Pusch, der Schirmherr, und Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen freuen sich auf interessante Aktionen. Von Anke Backhaus

Das Gemeinsame in den Mittelpunkt rücken und sich gegenseitig verschiedene Kulturen näherbringen - das ist das Ziel der Interkulturellen Woche, die vom 23. bis 30. September in der Hauptsache in Hückelhoven stattfindet. Das Motto lautet dieses Mal: "Vielfalt verbindet!"

Menschen aus rund 100 Nationen leben in Hückelhoven. "Darum steht Hückelhoven sicherlich sinnbildlich für Vielfalt", sagte Landrat Stephan Pusch, der die Schirmherrschaft über die Interkulturelle Woche übernommen hat. "Ich stehe hinter dieser Veranstaltungsreihe. Vor allem in Zeiten, in denen es Trend zu sein scheint, das Trennende immer wieder herauszustellen. Dabei kommt es doch darauf an, Gemeinsames zu betonen. Im Kreis Heinsberg, vor allem aber in Hückelhoven, ist die Vielfalt so authentisch."

Authentisch soll auch die nächste Interkulturelle Woche werden. Ein besonderes Beispiel dafür ist eine Veranstaltung, bei der die Stadt Hückelhoven, die Volkshochschule des Kreises Heinsberg und das Kommunale Integrationszentrum Kreis Heinsberg kooperieren: Am Mittwoch, 27. September, 19.30 Uhr, findet in der Evangelischen Kirche in Heinsberg das Rap-Konzert "La Vita Continua" statt. Zu den Ausführenden zählt Esther Bejarano, das letzte noch lebende Mitglied des Mädchenorchesters (ein Häftlingsorchester) des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Esther Bejarana ist bereits über 90 Jahre alt, absolviert aber immer noch rund 200 Termine pro Jahr, um als Zeitzeugin erzählen zu können. Mit ihr spielt die "Microphone Mafia". Der Eintritt ist frei.

Die Interkulturelle Woche beginnt jedoch bereits am 23. September, 14 Uhr, mit einem interreligiösen Gebet am Friedenspfahl in Hückelhoven am Hartlepooler Platz. Um 17 Uhr folgt ein Abend mit Texten und Musik unter dem Motto "Wir sind bunt, nicht braun!" im C-Gebäude des Städtischen Gymnasiums Hückelhoven.

Am 24. September geht es weiter mit dem interkulturellen Aktiv-Tag der Generationen beim Verein Han Kook Hückelhoven in der Ratheimer Grundschule "Im Weidengrund". Der Aktiv-Tag beginnt um 10 Uhr und endet um 16 Uhr. Der Abend der Kulturen ist für den 25. September um 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven, Dr.-Ruben-Straße, vorgesehen. Schüler verschiedener Schulen werden beim antirassistischen Fußballturnier im Hückelhovener Glück-auf-Stadion aktiv. Dieses Turnier findet am 26. September von 9 bis 16 Uhr statt. Zu den zentralen Veranstaltungen zählt auch das Kulturfest des Eine-Welt-Ladens im Café Lebensart am 28. September um 19 Uhr.

Viele weitere Veranstaltungen kennzeichnen die Interkulturelle Woche und sollen auch dazu beitragen, dass die Integration gelingt. In seinem Grußwort unterstreicht Schirmherr Stephan Pusch außerdem die klare und eindeutige Positionierung gegen Diskriminierung und Rassismus. Auch der Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen will ein lebendiges Miteinander nicht nur in seiner Stadt Hückelhoven, daher dankt er - wie auch Stephan Pusch - den Akteuren, die die Interkulturelle Woche mit Leben füllen. An der Spitze des Organisationsteams stehen Birgit Fluhr-Leithoff, Lehrerin am Gymnasium Hückelhoven, und Andrea Kardis, die Integrationsbeauftragte der Stadt Hückelhoven. Beide Frauen haben erneut die Vielzahl an Vereinen und Institutionen gebündelt, um die Angebote der Interkulturellen Woche auf die Beine stellen zu können. Übereinstimmend sagen Birgit Fluhr-Leithoff und Andrea Kardis: "Die Netzwerarbeit funktioniert sehr gut. Vieles ergänzt sich." So kann auch Bürgermeister Bernd Jansen entspannt auf die Angebote blicken: "Die Interkulturelle Woche ist sehr bekannt geworden und wird auch nun wieder interessant."

Quelle: RP
 
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