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Hückeswagen
Arztpraxis stellt Patientin kein Rezept aus

Hückeswagen. Renate Schulz ist 80, ihr Mann drei Jahre älter. Beide sind zu 80 bzw. 100 Prozent schwerbeschädigt und somit nicht mehr gut zu Fuß. Vor allem aber ist das Hückeswagener Ehepaar auf seine Medikamente angewiesen. Und die waren jüngst zuneige gegangen.

Da aber die Praxis ihres Hausarztes Werner Fabig urlaubsbedingt geschlossen war, wandte sich Renate Schulz an die Praxis eines Kollegen. Allerdings mit geringem Erfolg.

"Mir sagte man dort, dass sie nicht die Vertretung für die Praxis Fabig hätten, weswegen sie uns kein Rezept ausstellen könnten", berichtete die 80-Jährige am "Bürgermonitor" unserer Redaktion. Immerhin klappte es beim zweiten Versuch bei einer anderen Hückeswagener Praxis. Dort wurden ihr die Medikamente ohne weiteres aufgeschrieben, dennoch ärgerte sie sich über das Verhalten der ersten Praxis.

Ihren Ärger kann Helmut Beckert verstehen. Der Sprecher der Hückeswagener Ärzte sagt zwar, dass der Vertretungsdienst geregelt sei - "wir geben immer zwei Praxen als Vertretung an". Dass die Patientin aber in der ersten Praxis kein Rezept erhalten habe, sei nicht in Ordnung gewesen. "Denn letztlich vertreten wir uns alle gegenseitig", betonte Beckert. Der Vertretungsplan werde schon frühzeitig festgelegt, um auch Brücken- und Ferientage zu berücksichtigen.

(büba)
 
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