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Hückeswagen
Brüderpaar aus Afghanistan hat den Schrecken erlebt

Hückeswagen. Gerade einmal 13 und 17 Jahre alt sind die Brüder aus Afghanistan, die eine monatelange und traumatisierende Flucht hinter sich haben. Die beiden werden vom Jugend- und Sozialwerk Gotteshütte betreut; deren Geschäftsführer Sascha Viehoff erzählt ihre Geschichte.

Von ihrem Vater, durchaus wohlhabend, erhielten sie Geld für ihre Flucht nach Europa. Denn die Taliban würden alle, die sich gegen ihren Willen stellten, abmetzeln. Zu Fuß machten sie sich auf den mehrere tausend Kilometer langen Weg. "Es war schwer für sie, nicht zu wissen, wo sie schlafen können, ob sie was zu essen kriegen und wo sie wohl unterkommen", berichtet Viehoff. Das Gute immerhin sei gewesen, dass sie zusammen unterwegs waren. Das Brüderpaar hat Schlepper kennengelernt, saß in völlig überfüllten Booten und hat Menschen sterben sehen. Viehoff: "Ihre Gesichter sehen viel älter aus, wenn solche Jugendliche hier ankommen." Nach ein paar Wochen der Ruhe würden sie sich wieder etwas entspannen. In Hückeswagen sind die Brüder dankbar über die Bildungsangebote. "In unseren Gruppen leben deutsche Kinder aus sozialschwächeren Schichten, die können dagegen mit Schule nichts anfangen", sagt Viehoff.

(büba)
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