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Hückeswagen
Bürgerinitiative sammelt Unterschriften

Hückeswagen: Bürgerinitiative sammelt Unterschriften
Auch die Hückeswagenerin Barbara Richter (M.) unterstützte die Bürgerinitiative. Informationen dazu am Stand auf dem Etapler Platz gab's am Samstag von Ira Stemmermann und Oliver Jun-ginger. FOTO: J. Moll
Hückeswagen. 1200 Unterschriften sind nötig, damit "Vernunft macht Schule" den Vorschlag eines Neubaus der Löwen-Grundschule erneut in den Rat einbringen kann. Am Samstag wurden am Etapler Platz erstmals Unterschriften gesammelt. Von Wolfgang Weitzdörfer

Es war viel los auf dem Etapler Platz vor dem Rewe-Markt. Am frühen Samstagmittag kamen viele Bürger in die Stadt, um die Bürgerinitiative "Vernunft macht Schule" mit ihren Unterschriften zu unterstützen. "Wir sind ein unabhängiger Zusammenschluss Hückeswagener Bürgerinnen und Bürger - nicht nur ,besorgte Eltern', sondern auch Steuerzahler, die eine Lösung in der Schulpolitik mit Augenmaß und Vernunft fordern", sagte Sprecher Heinz Pohl. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Zahl der interessierten Bürger: "Ich finde es schon erstaunlich, wie viel Resonanz wir mit unserem Anliegen bekommen."

Vor allem die Kürze der Zeit, in der nicht nur die Internetseite der Initiative auf die Beine gestellt wurde, sondern auch alle rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Thema Bürgerbegehren/Bürgerentscheid geklärt wurden, sei beeindruckend, sagte Pohl weiter. "Da gibt es ja gewisse Kriterien, die einzuhalten sind und die auf den Unterschriftenlisten zu stehen haben", sagte der Sprecher.

Man habe sich im Vorfeld ausgiebig beraten lassen und die Listen nun auf formaljuristisch korrekte Beine gestellt: "Es muss eine konkrete Frage gestellt werden - in diesem Falle, ob man für einen Neubau der Löwen-Grundschule im Brunsbachtal ist", sagte Pohl. Dieses Anliegen würde man mit seiner Unterschrift unterstützen. Mindestens 1200 seien nötig, damit dieser bereits abgelehnte Vorschlag nochmals dem Stadtrat zur Beratung vorgelegt werde: "Dann kann der Stadtrat mit ja oder nein entscheiden", erklärte Pohl. Im Falle einer Ablehnung habe man mit der Zahl der Unterschriften zudem die Voraussetzungen für einen Bürgerentscheid bereits in der Hand.

Mitgemacht hat auch Hans-Georg Breidenbach, der seine Unterschrift gerne auf eine der vielen Listen setzte: "Das ist gelebte Demokratie", zeigte sich Breidenbach von der Aktion begeistert. Er halte nichts vom Gebäude-Tausch: "Ich war auch beim Bürgerforum, da haben sich die beiden großen Fraktionen nicht besonders gut präsentiert."

Jutta Grobe hat ebenfalls unterschrieben: "Ich habe mich schon in der Ratssitzung im Namen der Katholischen Gemeinde für den Neubau der Löwen-Grundschule ausgesprochen. In meinen Augen ist das die sinnvollste Lösung", sagte Grobe. Für Dieter Schruff, ehemaliger Leiter der Realschule an der Kölner Straße, ist es eine Selbstverständlichkeit, das Bürgerbegehren zu unterstützen: "Für mich ist das eine echte Herzensangelegenheit. Eine Zusammenführung der beiden Schulen wäre langfristig ein Fehler", glaubt Schruff. Sie würde auf lange Sicht zudem dem Niveau der Realschule schaden: "Außerdem würde dem Berufskolleg dadurch ein Stück weit die Grundlage entzogen", betonte Schruff, der selbst als Pädagogischer Beirat ihm Leitungsteam des Berufskollegs Hückeswagen aktiv ist.

Zwar stehe Weihnachten an, aber Pohl hofft, auch am 23. Dezember noch einmal auf die Straße gehen zu können: "Ich bin zuversichtlich, dass wir die nötigen Unterschriften zusammenbekommen. Dann können wir diesen Wahnsinn stoppen!" Das sah auch Sylvia Töws so: "Wenn jetzt genug Leute unterschreiben, dann klappt das auch mit dem Bürgerentscheid", sagte die Mutter von vier Kindern. Für sie sei es eine Entscheidung mit zukunftsweisender Bedeutung: "Unser ältestes Kind ist gerade eingeschult worden. Aber die anderen sind auch bald soweit." Daher sei es ihr schon wichtig, dass langfristig eine sinnvolle Lösung für das Problem gefunden werde.

Quelle: RP
 
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