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Hückeswagen
Die Stadt wird aktiv beim schnellen Internet

Hückeswagen. Schnelle Internet-Verbindungen kennen viele Hückeswagener nur aus Erzählungen. Tatsächlich ist die dafür notwendige Breitband-Versorgung im innerstädtischen Bereich ganz ordentlich, nicht aber die in den Außenbereichen. Genau dort liegen jedoch überwiegend die Gewerbegebiete der Stadt. Betroffen sind unter anderem Winterhagen-Scheideweg (West 2) und Kobeshofen (Süd). Örtliche Unternehmen beklagen das immer wieder in Gesprächen mit Bürgermeister Dietmar Persian. Sie sehen die unzureichende Netzanbindung als Existenzbedrohung für die Zukunft am Firmen-Standort an. Von Brigitte Neuschäfer

Die Telekom hat schon vor Monaten eine deutliche Verbesserung der Situation noch in diesem Jahr angekündigt. Sie will rund 4000 Haushalte in der Stadt nach den Sommerferien an das Glasfasernetz anschließen. Rund drei Monate Bauzeit sind vorgesehen (die BM berichtete). Zahlreiche Außenbezirke werden davon jedoch auch weiterhin nicht profitieren, weil sie zu weit entfernt von der zentralen Vermittlungsstelle im Bereich Lindenberg liegen.

Den Verantwortlichen im Rathaus reicht dieses Programm noch nicht. Langfristig sei nur eine Verlegung von Glasfasertechnik bis an jedes Gebäude und zu jeder Wohnung in Hückeswagen eine Option für die Zukunft. Das unterstrich Bauamtsleiter Andreas Schröder in dieser Woche im Planungsausschuss. Dafür werde sich die Stadt sehr intensiv einsetzen, versprach er.

Konkret getan hat sie das schon mit einem Antrag auf Fördermittel aus einem Programm des Bundesverkehrsministeriums für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur. Danach ist es für Gebietskörperschaften, also auch für Städte und Gemeinden möglich, sich Planungs- und Beratungsleistungen in Höhe von je maximal 50.000 Euro fördern zu lassen. Mit dieser Summe soll eine umfassende Bestandsaufnahme der Ist-Situation und eine daraus abgeleitete Netz-Konzeption für die Zukunft, also so etwas wie ein digitaler Masterplan, finanziert werden.

Die Stadt kostet das laut Schröder nichts. Sie muss also keinen finanziellen Eigenanteil leisten, um die Fördermittel aus Berlin in Anspruch nehmen zu können. Sie muss auch nichts an den Bund zurückzahlen, wenn nach den Planungen und Beratungen durch Fachbüros kein weiterer Förderantrag für den Netzausbau gestellt werden sollte - zum Beispiel, weil der eigentlich gewünschte und notwendige Ausbau im ländlichen Bereich wirtschaftlich nicht darstellbar ist.

Quelle: RP
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