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Hückeswagen
Die Vorgeschichte: Einbrüche in Serie
Hückeswagen. Die Einbruchserie, um die sich der Prozess vor dem Amtsgericht gestern drehte, begann im Mai 2011. Nach den ersten Taten hatte die Kreispolizeibehörde noch im selben Monat eine Ermittlungskommission gegründet, in der Kräfte von Kriminal- und Schutzpolizei gebündelt wurden. Von Brigitte Neuschäfer

Die systematische Arbeit der Ermittler führte rund drei Monate später, im August 2011, zum Erfolg. Drei Tatverdächtige wurden innerhalb weniger Tage festgenommen: ein 19-jähriger Hückeswagener, ein Gleichaltriger, der aus der Schweiz eingereist war und bei dem Hückeswagener Unterschlupf gefunden hatte, und ein 29-Jähriger aus Radevormwald. Knapp 30 seit Mai überwiegend in Hückeswagen begangene Einbrüche vor allem in Firmen und Geschäfte sowie Hehlerei legte die Polizei dem Trio zur Last. In Untersuchungshaft wanderte nur der 19-Jährige aus der Schweiz, da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hatte und somit von Fluchtgefahr auszugehen war. Die anderen beiden blieben auf freiem Fuß.

Die erste Festnahme im August vorigen Jahres war Folge der polizeilichen Observation denkbarer Tatobjekte in der Hückeswagener Innenstadt: Polizeibeamte in Zivil hatten den Radevormwalder und den 19-Jährigen aus der Schweiz auf frischer Tat beim Einbruchsversuch erwischt. Der 19-Jährige hatte zunächst fliehen können, wurde dann aber wenig später gemeinsam mit dem gleichaltrigen Hückeswagener festgenommen.

Nach den Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen, bei denen Diebesgut gefunden worden war, ging die Polizei bereits Mitte August vorigen Jahres davon aus, dass die Einbruchserie, die über Monate für Unruhe in der Stadt gesorgt hatte, aufgeklärt war. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten die drei Tatverdächtigen unter der Last der Beweise zumindest einen Teil der Einbrüche gestanden. Dabei kristallisierte sich dann auch heraus, dass der Hauptpart des 19-jährigen Hückeswageners darin bestanden hatte, Beute aus den Einbrüchen über das Internet zu verkaufen. "Chronischer Geldmangel", so hatte die Polizei seinerzeit berichtet, sei offenbar das Hauptmotiv der zu diesem Zeitpunkt arbeitslosen Tatverdächtigen gewesen.

Quelle: RP
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