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Hückeswagen
Ein eigenes Buch als Geburtstagsgeschenk

Hückeswagen. Nach dem Erstband hat der Bergische Geschichtsverein Teil zwei der "Hückeswagener Geschichte" aufgelegt - passend zum 85. Geburtstag der Hückeswagener Historikerin und Autorin Hella Krumm. Von Franz Mostert

Hella Krumm ist ein Hückeswagener Urgestein vom Jahrgang 1931. Die pensionierte Lehrerin und seit frühester Kindheit Sportbegeisterte mit starkem Engagement für behinderte und sozial schwächere Mitbürger hat einen großen Anteil an der professionell aufgearbeiteten Geschichte ihrer Heimatstadt. So hat die Frau, die jüngst 85 Jahre alt wurde, ein umfangreiches Privatarchiv erstellt, das gerade der Obhut des Bergischen Geschichtsvereins (BGV) übergeben wurde. Zudem ist es ein für Heimatfreunde quellensicher dokumentiertes Aufsatzwerk in über hundertfacher Einzelbeschreibung, das vor allem die Leser des BGV-Mitteilungsblattes "Leiw Heukeshoven" seit Jahren in Erstaunen versetzt.

Schon zu ihrem 80. Geburtstag hatten Anita Belenguer und Steffi Wolter im BGV-Auftrag die erste, schnell vergriffene Ausgabe von Hella Krumms "Beiträge zur Geschichte von Hückeswagen" aus den Jahresbänden herausgelöst und als Sammelband herausgegeben. Nachforschen und "festschreiben" mag die 85-Jährige zwar nicht mehr. Hocherfreut zeigte sich die Kennerin der örtlichen Vergangenheit aber während der BGV-Jahreshauptversammlung, als Anita Belenguer die Fortsetzung "Hella Krumm zum 85. Geburtstag - Beiträge zur Geschichte von Hückeswagen" als nachträgliches Geburtstagsgeschenk im Mitgliederkreis vorstellte. Kaum jemand war im Museumssaal, der nicht gleich ein von der Autorin signiertes Buch mit nach Hause nehmen wollte.

Dessen Inhalt ist neben der sogenannten Titelei in neun Teilen niedergeschrieben und mit einer Vielzahl an Bildern, zumeist historischer Foto-Auslese, aufgelistet. Die Provenienzen teilen sich wie folgt auf: "Ärzte und Apotheken", "Familie Schnabel", "Firmen und Gewerbe", "Gaststätten am Rande der Stadt", "Auswanderer-Geschichte", vierzehnfach unterteilt "Hückeswagener Häuser", "Ortskunde", "Alte Ortsvereine" und "Verschiedenes".

Am Beispiel "Ortskunde" lässt sich die Spannweite der Nachforschungen am besten erkennen. Der Leser erfährt Interessantes zur "alten" und "neuen" Bever-Talsperre, zum Versuch, in der Schloss-Stadt eine Jugendherberge zu etablieren, und zu einer bisher unbekannten Bahn-Chronik von Anbeginn bis zur Aufgabe der Bahnstrecke. Auch eine für zwei Generationen nutzbare "Badeanstalt" an und in der Wupper ist Geschichte.

Das zweite Krumm-Werk schließt nach erster Durchsicht eine weitere Lücke in der Hückeswagener Geschichte und kommt damit dem satzungsgemäßen Auftrag des Bergischen Geschichtsvereins entgegen. Die Schnelllebigkeit fällt allerdings bei dieser Lektüre auf, denn einige Fakten und Daten gehören bereits in die Kategorie "Allerjüngste Vergangenheit".

Quelle: RP
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