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Analyse
Favorit für Oberberg Nord ist aus Hückeswagen

Peter Biesenbach ist Landespolitiker durch und durch. 1990 hatte der Jurist aus Hückeswagen erstmals versucht, für die CDU in den Landtag zu kommen. Das misslang ihm, weil er - wie auch fünf Jahre später - gegen den SPD-"Platzhirsch" Hans Kern jeweils den Kürzeren zog. Dieser "Titel" ist mittlerweile auf Biesenbach übergegangen, ist er doch seit 2000 Mitglied des Landtags. Alle Wahlen seit dem "Millenium" hat er in Oberberg Nord für sich und die CDU entschieden. Es wäre daher schon eine Sensation, würde morgen die Wipperfürtherin Regina Billstein, Kandidatin der SPD, den Wahlkreis direkt holen.

Auch sie hat einen engagierten Wahlkampf und in den Podiumsdiskusionen und den Gesprächen mit den Menschen auf der Straße eine gute Figur gemacht. Doch drei Fakten sprechen eher gegen ihren direkten Einzug ins Landesparlament: Oberberg Nord ist seit 17 Jahren fest in der Hand der CDU - und das auch bei Bundestags- und Kreistagswahlen. Der Hückeswagener Biesenbach ist durch seine vielen Jahre politischer Arbeit im Landtag und nicht zuletzt durch seinen Vorsitz im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Vorkommnissen in der Kölner Silvesternacht auch über die Schloss-Stadt hinaus bekannt. Und nicht zuletzt scheint der Trend der vorigen Tage gegen die SPD zu sein, was sich auch entsprechend auf ihre Kandidatin auswirken könnte.

Wie auch immer: Wichtig ist, dass möglichst alle Wahlberechtigten morgen ihre Kreuzchen machen. Denn es ist ein großes Gut, dass wir in einer Demokratie leben und frei wählen dürfen.

stephan.buellesbach@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
 
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