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Hückeswagen
Landrat ist neuer Präsident des DRK-Kreisverbands

Hückeswagen. Landrat Jochen Hagt ist neuer Chef des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Oberberg. Bei der DRK-Kreisversammlung in Reichshof-Eckenhagen wurde er einstimmig zum Nachfolger des ehemaligen Landrats Hagen Jobi gewählt. Anders als sein Vorgänger wird Hagt aber nicht mehr Vorsitzender sein, sondern Präsident. Grund ist eine rechtliche Neuordnung, für die nochmals die Satzung geändert wurde. Kreisgeschäftsführer Rolf Braun darf sich künftig hauptamtlicher Vorstand nennen. Von Arnd Gaudich

In seinem Tätigkeitsbericht ließ Braun das Jahr 2014 Revue passieren. Er berichtete, dass der Kreisverband bereits vor zwei Jahren eine Satzungsänderung beschlossen hatte, um die Vorgaben des DRK zur Trennung von Aufsicht und Exekutive umzusetzen. Doch aus formalen Gründen war die geänderte Satzung nicht rechtskräftig geworden.

Braun berichtete von der Einrichtung des neuen DRK-Einsatzzentrums in Lindlar. "Dadurch waren wir in der Lage, die plötzlichen Herausforderungen in der Flüchtlingshilfe zu meistern." Zum Zentrum gehört ein Logistiklager, durch das die Hilfsorganisation die drei Erstaufnahmeeinrichtungen in Marienheide, Engelskirchen und Wiehl betreiben kann. Mehr als 60 neue Mitarbeiter hat das DRK für die Flüchtlingshilfe eingestellt.

2014 erwirtschaftete der Kreisverband einen Überschuss von etwa 71.250 Euro. Die Einnahmen in Höhe von knapp 10,43 Millionen Euro gingen zu 60 Prozent auf den Betrieb von Kindertagesstätten zurück, berichtete Schatzmeister Manfred Bösinghaus. Größter Faktor bei den Gesamtausgaben (10,37 Millionen Euro) ist das Personal. Insbesondere wegen der neuen Aufgaben in der Flüchtlingshilfe stiegen die Umsatzerlöse in 2015 um 20 Prozent auf 12,5 Millionen. Das DRK rechnet mit einem Überschuss von 7000 Euro. In 2015 könnte das DRK sogar einen Gesamtumsatz von 17,2 Millionen Euro erwirtschaften, das wären 4,8 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr.

Allerdings rechnet der Kreisverband für Ende 2016 mit einem Minus von 20.000 Euro. Dieser Fehlbetrag könnte noch höher ausfallen, falls die höheren Löhne für die Erzieher in den DRK-Kindergärten nicht mit Pauschalen gedeckt werden. Braun führte die Prognose auf die Weiterführung der Notunterkünfte zurück. "Ein Umstand, der nicht so sehr zu begrüßen ist, da es sich hier um ein schnelles, nicht fundiertes und möglicherweise auch nicht nachhaltiges Wachstum handelt." Jedoch wäre es falsch gewesen, wenn sich der Kreisverband den Aufgaben in der Flüchtlingshilfe verschlossen hätte, betonte Braun. Er entschuldigte sich bei den Mitarbeitern, die teilweise über die Belastungsgrenze hinaus gearbeitet hätten. "Wir müssen weiterhin flexibel und hoch motiviert sein, um die Aufgaben meistern zu können."

Quelle: RP
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