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Hückeswagen
Nasse und stimmgewaltige Variante des Bergischen Heimatlieds

Hückeswagen. Das war unfair von Petrus: Zwar war der Altstadtfest-Samstag vom Wetter her insgesamt sehr durchwachsen. Aber dass sich just in dem Moment, als gegen 14.20 Uhr auf der gesamten Festmeile das Bergische Heimatlied gesungen werden sollte, die Himmelsschleusen einmal mehr öffneten, um für fünf Minuten alles zu geben, war doch ungünstig. Und dass dann erst wenigen Momente, nachdem die letzten Töne verklungen waren, die Sonne wieder schien, war einfach nur noch schade.

Altstadtfest-Moderator Hans-Peter Danielsen hatte angeregt, zum 40. Altstadtfest gemeinsam mit den Hückeswagenern das Bergische Heimatlied zu singen, die Bergische Morgenpost hatte tatkräftig mitgeholfen: 1000 Zettel mit dem Liedtext hatten zwei Mitarbeiterinnen zwischen 13 und 14 Uhr auf dem gesamten Altstadtfest-Gelände verteilt und die Werbetrommel gerührt. Um kurz nach Zwei waren davon nicht mehr viele übrig, wie eine der beiden BM-Mitarbeiterinnen bestätigte. Selbst am Stand der Stadt hatten die Besucher nach den Textblättern gefragt.

Begleitet wurden die trotz Regens zahlreichen Sängerinnen und Sänger, die dank der ordentlich aufgedrehten Lautstärke der Musikanlage vom Wilhelmplatz bis zum Schloss mitsingen konnten, von den "Altstädter Ratsbläsern". Das Lied von Rudolf Hartkopf (Text) und Caspar Joseph Brambach (Musik) hat wohl jeder Einwohner des Bergischen Landes schon einmal gehört. Entsprechend laut und durchaus auch textsicher erklang das Bergische Heimatlied dann am frühen Samstagnachmittag und funktionierte gut als Einstimmung auf das restliche Programm des Nachmittags. Die Hückeswagener und auswärtigen Besucher des Altstadtfestes waren jedenfalls unter ihren schützenden Schirmen stimmgewaltig dabei und ließen das Volkslied über dem Schlossplatz und restlichen Festgelände erklingen.

"Eine schöne Idee", war immer wieder im Publikum zu vernehmen - nur das Wetter hätte sich ein bisschen kooperativer zeigen können. Aber andererseits ist es ja auch der bergische Regen, der dafür sorgt, dass die Textzeile aus der zweiten Strophe wie "Wo die Wupper wild woget auf steinigem Weg" überhaupt einen Sinn ergibt. . .

(wow)
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