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Hückeswagen
"Nitratwerte in der Region weit unter dem Grenzwert"

Hückeswagen. Zu dem am vorigem Mittwoch erschienenen BM-Artikel mit dem Titel "Milch bereitet den Landwirten Sorgen" gibt es noch Ergänzungen von Ortslandwirt Dietmar Strack. Er weist darauf hin, dass ein besonderes Futter verwendet werden muss, um den Handelsunternehmen gentechnikfreie Milch liefern zu können. "Dafür müssen besondere Kraftfutter mit anderen Futterkomponenten eingesetzt werden, die dafür extra zertifiziert werden", teilte er mit. Soja werde meist durch Rapsschrot ersetzt, das aufgrund der aktuell hohen Nachfrage im Preis stark gestiegen sei.

Die angegebenen Nitratwerte im Artikel beziehen sich laut Strack nicht auf den Dünger, sondern auf das Trinkwasser. "Die Nitratwerte befinden sich hier in der Region weit unter dem Grenzwert, der bei 50 Milligramm pro Liter liegt. In unserer Gegend wurden im Trinkwasser allerdings Werte von etwa zehn Milligramm Nitrat pro Liter gemessen", sagt Strack. Nitrat sei nicht direkt im Dünger enthalten, sondern entstünde bei der Umsetzung des Düngers durch Niederschlagswasser zu pflanzenverfügbaren Nährstoffen und gelange nur durch Überdüngung ins Wasser. Die Pflanze könne in diesem Fall die umgewandelten Nährstoffe nicht vollständig aufnehmen, weil der Bedarf gedeckt sei. Strack: "Durch die Ausbringung von betriebseigenen Wirtschaftsdüngern, zum Beispiel Gülle und Mist, schließt sich der Nährstoffkreislauf."

Durch das Ernten des angebauten Futters wie beispielsweise Gras, Mais und Getreide werde den Flächen Nährstoffe entzogen, die wiederum vom Vieh umgesetzt würden. "Das Vieh produziert im Umkehrschluss Nährstoffe, die der Fläche am Ende wieder zur Verfügung gestellt werden", erläuterte der Ortslandwirt.

Dass Milchviehbetriebe wachsen, ist nach Aussage Stracks nicht nur aktuell ein Thema, sondern eine Folge dessen, dass einige Landwirte ihren Betrieb auch altersbedingt aufgeben und von anderen Betrieben übernommen werden würden. "Oft werden neue und große Ställe von der Bevölkerung nicht gern gesehen. Jedoch wird bei Neubauten mehr Platz und Bewegungsfreiheit für die Tiere geschaffen", betonte er.

Zur Maisernte erklärte der Ortslandwirt weiter: "Durch das gute Wachstum der Maispflanzen und die dadurch resultierende hohe Blattmasse konnte die noch vorhandene Feuchtigkeit in Trockenphasen nicht so schnell verdunsten, somit war eine gute Wasserversorgung sichergestellt."

(eler)
 
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