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Hückeswagen
Realschule profitiert weiter von Förderern

Hückeswagen: Realschule profitiert weiter von Förderern
Die obere Kölner Straße ist seit 1954 der angestammte Platz der Realschule. Dass sie von dort in ein paar Jahren an die Weststraße umziehen soll, sorgt bei manchem für Unmut und Unverständnis. FOTO: Stadt (Archiv)
Hückeswagen. Der Förderverein der Realschule verteilt auch in diesem Jahr wieder Geld - allerdings nicht für die technische Ausstattung. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung beschlossen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Bei der Jahreshauptversammlung geht es in erster Linie darum, wie der Förderverein "seine" Schule im laufenden Jahr unterstützen wird. Das brachte auch der Vorsitzende und ehemalige Schulleiter Dieter Schruff am Donnerstagabend in seinem Jahresbericht auf den Punkt: "Mein Bericht reduziert sich darauf, zu verkünden, wie das Geld ausgegeben wurde und im kommenden Jahr wird. Wir treffen uns dreimal im Jahr, um darüber zu beraten." Einmal vor Weihnachten, dann drei Wochen vor der Jahreshauptversammlung sowie zur Versammlung. Auch in diesem Jahr darf sich die Realschule an der Kölner Straße wieder über einen fünfstelligen Betrag an Spenden freuen.

Zunächst wird das Orchester erneut mit einem vierstelligen Betrag unterstützt, zudem soll ein Betrag in gleicher Höhe in nichtmusikalische Projekte fließen. "Schließlich ist nicht jedes Kind musikalisch", sagte Schruff. Außerdem werden Exkursionen und Klassenfahrten gefördert, und ein zusätzlicher Betrag steht zur freien Verfügung.

In die technische Ausstattung der Schule sollen indes keine Fördermittel fließen, sagte Schruff: "Da haben wir mit großer Überzeugung einen Strich gemacht." Man wolle hierfür kein Geld investieren, solange nicht eindeutig klar sei, ob die Realschule künftig überhaupt noch an der Kölner Straße sein werde (s. Infokasten). Für Schruff sei der Standort allerdings völlig klar: "Für mich gehört die Realschule an ihren jetzigen Ort. Und ich bin auch davon überzeugt, dass die Schule in den Köpfen der meisten Bürger eng mit der Kölner Straße verbunden ist."

Vor der Vorstellung des Haushalts für das laufende Geschäftsjahr stand ein kurzer Rückblick auf 2015. Auch da waren sich einmal mehr alle einig: Ohne den Förderverein wären zahlreiche Projekte nicht möglich gewesen - und würden das auch künftig nicht sein. So bedankte sich der stellvertretende Schulleiter Thorsten Schmalt im Namen aller Kollegen sowie von Schulleiterin Christiane Klur für die immer wieder großzügigen Spenden: "Gerade die tolle Orchesterarbeit und der Knigge-Kursus in Zusammenarbeit mit dem 'Haus Kleineichen' wären ohne die Zuwendungen des Vereins nicht möglich."

Aber auch Exkursionen profitierten davon, sagte Schmalt. So etwa die Gemeinschaftsfahrt von Realschülern und Schülern der Erich-Kästner-Schule ins Vernichtungslager Auschwitz, die zeigte, wie wichtig die Arbeit und Unterstützung des Fördervereins ist.

Der Verein könne natürlich nur so aktiv sein, wie es die Mitgliedsstärke zulasse, betonte Schruff. Auch aus diesem Grunde sei es von großer Bedeutung, dass auch Eltern, deren Kinder die Realschule besuchten, als Mitglieder im Verein aktiv seien: "Das wäre grundsätzlich auch für die Zukunft und den Vorstand schöner", sagte der Vorsitzende, der am Donnerstag wiedergewählt wurde. Zu seiner zweiten Stellvertreterin wurde mit Antje Valk eine Schülermutter ins Amt gehoben.

Um verstärkt Eltern mit ins Boot zu holen, will der Förderverein nun beim Sommerfest der Schule mit einem eigenen Stand Präsenz zeigen; Schruff: "Unser Ziel sollte es sein, die 500-Mitglieder-Marke wieder zu überschreiten. Derzeit liegen wir knapp darunter, beim Sommerfest könnte das klappen." Als Hingucker sollen die Schüler von Birgit Mosterts Kunst-AG ein besonders schönes Banner gestalten.

Quelle: RP
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